NSCLC: Granulozytenkolonie-stimulierender Faktor ist mit höherem Risiko für Metastasen verbunden

  • Wang Y & al.
  • BMC Cancer

  • Helga Gutz
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Der rekombinante humane Granulozytenkolonie-stimulierende Faktor (rhG-CSF), der die Zahl der Neutropenie-Ereignisse reduziert, wird häufig an Krebspatienten verabreicht, die eine Chemotherapie erhalten. In einer Kohorte von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) hat rhG-CSF jedoch als unerwünschtes Ereignis das Risiko für Fernmetastasen erhöht.
  • Die Untergruppe der Patienten ohne Chemotherapie-induzierte Myelosuppression zeigte ein wesentlich höheres Risiko für Metastasen als jene mit Myelosuppression.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse einer der ersten Studien dieser Art legen nahe, dass bei Patienten ohne Myelosuppression eine rhG-CSF-Therapie vermieden werden sollte.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie zu 307 Patienten mit NSCLC (klinische Stadien IB-IIIB), die mit einer Operation und postoperativer Chemotherapie behandelt wurden.
  • Primärer Endpunkt: Fernmetastasen bei Patienten, die eine rhG-CSF-Therapie erhielten (n=246), und jenen, die keine erhielten (n=61).
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up lag bei 33,63 Monaten.
  • Die Verwendung von rhG-CSF war im Vergleich zur Nicht-Verwendung mit einem mehr als doppelt so hohen Risiko für Fernmetastasen verbunden (48,37% vs. 26,23%; aHR 2,33; P<0,01).
  • Das Fernmetastasierungsrisiko nahm mit höherer rhG-CSF-Dosisdichte zu (μg/Tag; P für Trend<0,001).
  • Eine Subgruppenanalyse ergab, dass Patienten ohne Myelosuppression ein wesentlich höheres Risiko für Fernmetastasen (HR 3,34; 95% KI 1,86-6,02) als jene mit Myelosuppression (HR 0,71; 95% KI 0,17-2,94; PInteraktion<0,01) hatten.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Retrospektives Beobachtungsdesign.