NSCLC: EGFR-TKI + Chemo am besten bei Mutation mit niedriger Abundanz

  • Yan X & al.
  • Lung Cancer
  • 01.02.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Erstlinienbehandlung mit Tyrosinkinaseinhibitoren des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR-TKI) plus einer Chemotherapie sorgte bei Patienten mit EGFR-Mutationen niedriger Abundanz für ein besseres progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) als EGFR-TKI allein, ohne dass unerwartete unerwünschte Ereignisse auftraten.

Warum das wichtig ist

  • Die Studien deuten darauf hin, dass eine unterschiedliche Abundanz der EGFR-Mutationen sich auf die Wirksamkeit von EGFR-TKI auswirkt, aber es fehlten Daten zu Patienten mit EGFR-Mutationen niedriger Abundanz.

Studiendesign

  • 76 Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IV und EGFR-Mutationen mit niedriger Abundanz erhielten EGFR-TKI plus eine Chemotherapie (Kombinationsgruppe; n = 34) oder nur eine EGFR-TKI (Monotherapie-Gruppe; n = 42).
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen in der objektiven Ansprechrate (p = 0,181) oder Krankheitskontrollrate (p = 0,178).
  • Die Kombinationstherapie sorgte für ein besseres PFS (7,9 vs. 5,9 Monate; p = 0,015) und OS (25,8 vs. 19,8 Monate; p = 0,047).
  • In einer Subgruppenanalyse sorgte eine kombinierte Therapie bei Patienten mit 21-L858R-Mutation für ein besseres PFS und OS als eine Monotherapie (PFS: 7,2 Monate vs. 5,8 Monate [p = 0,013]; OS: 22,0 Monate vs. 18,7 Monate [p = 0,024]).
  • Übelkeit, Erbrechen, Ermüdung, Neutropenie, Anämie und Thrombozytopenie waren signifikant höher in der Kombinationsgruppe als in der Monotherapiegruppe, aber es gab keine unerwarteten unerwünschten Ereignisse.

Einschränkungen

  • Monozentrische, retrospektive Studie.