NSCLC: der Zusatz antiangiogener Medikamente zu EGFR-TKIs verbessert das PFS

  • JNCI Cancer Spectr
  • 28.08.2020

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor-Tyrosinkinase-Inhibitoren (EGFR-TKIs) in Kombination mit einem antiangiogenen Medikament boten bei Patienten mit EGFR-mutiertem NSCLC im Vergleich zu EGFR-TKIs allein ein signifikant besseres PFS, jedoch war die Inzidenz unerwünschter Ereignisse (AEs) ≥ Grad 3 signifikant höher.

Warum das wichtig ist

  • Frühere Studien, die Kombinationstherapien mit Monotherapien verglichen, erzielten widersprüchliche Ergebnisse.

Studiendesign

  • Systematischer Review und Metaanalyse von 5 RCTs zu EGFR-TKIs allein oder mit antiangiogenen Medikamenten bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC.
  • Netzwerk-Metaanalyse (NMA) von 10 RCTs zu EGFR-TKIs der ersten Generation allein im Vergleich zu einer experimentellen Therapie (EGFR-TKI der ersten Generation plus ein antiangiogenes Medikament, EGFR-TKI der ersten Generation plus Chemotherapie, oder EGFR-TKI der zweiten oder dritten Generation allein) bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Kombinationstherapie war mit einem signifikant besseren PFS als EGFR-TKI allein verbunden (gepoolte HR 0,59; 95% KI 0,51-0,69), es gab jedoch keinen Unterschied im OS.
  • Mittleres PFS:
    • 17,8 Monate (95% KI 16,5-19,3) für die Kombinationstherapie.
    • 11,7 Monate (95% KI 11,1-12,7) für EGFR-TKI allein.
  • Die Kombinationstherapie war mit einer signifikant höheren Rate an AEs ≥ Grad 3 verbunden als die Monotherapie:
    • Relatives Risiko 1,72 (95% KI 1,43-2,06).
  • Die NMA ergab, dass alle experimentellen Therapien ein besseres PFS boten als ein EGFR-TKI der ersten Generation allein.
  • Bei den 3 experimentellen Therapien zeigte sich kein Unterschied hinsichtlich PFS.

Einschränkungen

  • Keine.