NSCLC: bessere Erkennung von anvisierbaren Mutationen mit plasmabasiertem NGS-Test

  • JAMA Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine zusätzliche plasmabasierte diagnostische Tumor-Genomanalyse (NGS) mit Gewebe-NGS erhöhte die Erkennung von therapeutisch anvisierbaren Mutationen bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).

Warum das wichtig ist

  • Durch die Erkennung von Mutationen mittels Plasmatests können invasive Biopsien vermieden werden.

Studiendesign

  • 323 Patienten mit NSCLC im Stadium IV.
  • 94 Patenten hatten auf Wunsch des Arztes oder auf eigenen Wunsch nur einen Plasma-Test durchführen lassen. 128 hatten mit dem Gewebe-Test auch gleichzeitig einen Plasma-Test; 101 hatten nur einen Plasma-Test, weil eine Gewebeuntersuchung nicht möglich war.
  • Finanzierung: National Institutes of Health und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Klinisch relevante Mutationen wurden im Gewebe und/oder Plasma bei 54,5 % der Patienten entdeckt. 35,0 % der Patienten hatten therapeutisch anvisierbare Mutationen.
  • Bei 57,4 % der Patienten wurden Mutationen nur im Plasma entdeckt, bei 30,7 % sowohl im Plasma als auch im Gewebe und bei 11,9 % nur im Gewebe.
  • Von den 94 Patienten, die auf Wunsch des Arztes oder auf eigenen Wunsch einen Plasma-Test durchführen ließen, hatten 33 % eine therapeutisch anvisierbare Mutation.
  • Von den verbleibenden 229 Patienten erhöhte ein zusätzlicher Plasma-Test zum Gewebe-NGS die Erkennung von Mutationen von 20,5 % auf 35,8 %.
  • Eine Krankheitskontrolle, ein teilweises Ansprechen oder stabile Krankheit nach der Erstlinientherapie wurde bei 85,7 % der Patienten erreicht, die nach Erkennung von Mutationen mittels Plasma-Test allein oder Plasma- und Gewebe-Test eine gezielte Therapie auf Basis der Mutationen erhalten hatten.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.