NSCLC: Autoimmunmarker geben Aufschluss über höheren Nutzen von PD-1-Inhibitoren und UE

  • Toi Y & al.
  • JAMA Oncol
  • 27.12.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Nach Behandlung mit einer Nivolumab- oder Pembrolizumab-Monotherapie wiesen Patienten mit fortgeschrittenem, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die bereits vorher Rheumafaktor-Antikörper, nukleäre Antikörper, Thyroglobulin-Antikörper oder Thyreoperoxidase-Antikörper gebildet hatten, signifikant bessere Ergebnisse, aber ein höheres Risiko für immunbedingte unerwünschte Ereignisse (irAE) auf als Patienten ohne einen dieser Antikörper.

Warum das wichtig ist

  • Diese Autoimmunmarker können bei der Bestimmung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses einer Therapie mit dem programmierten Zelltodprotein 1 (anti-PD-1) helfen.

Studiendesign

  • 137 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC erhielten Nivolumab (n = 99) oder Pembrolizumab (n = 38) als Monotherapie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach der Behandlung hatten Patienten mit einem der vorbestehenden Antikörper eine bessere objektive Ansprechrate (52 % vs. 13 %; p 
  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) war länger (17,6 vs. 14,6 Monate).
  • Bereits vorhandene Antikörper gaben Aufschluss über ein geringeres Risiko für eine Krankheitsprogression oder Tod (HR: 0,53; p = 0,002).
  • IrAE traten signifikant häufiger mit einem der vorbestehenden Antikörper auf als ohne (60 % vs. 32 %; p = 0,002).
  • Einer Multivarianzanalyse zufolge war das Vorhandensein von Antikörpern unabhängig mit den irAE assoziiert (OR: 3,25; p = 0,001).
  • Hautreaktionen traten häufiger bei vorliegendem Rheumafaktor auf (47 % vs. 24 %; p = 0,02); eine Schilddrüsenstörung trat häufiger bei vorliegenden Schilddrüsen-Antikörpern auf (20 % vs. 1 %; p 
  • Einschränkungen

    • Retrospektive, monozentrische Studie.