NSCLC: Auch bei niedriger PD-L1-Expression, ist Pembrolizumab einer Chemotherapie überlegen.

  • Mok TSK & al.
  • Lancet
  • 04.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Kernaussagen

  • Eine Monotherapie mit Pembrolizumab erhöht bei Nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) gegenüber einer Chemotherapie das Gesamtüberleben bei geringerer Toxizität.

  • Festgestellt wurde dies bei Patienten mit bislang unbehandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem NSCLC und einer programmed cell death ligand 1 (PD-L1)-Expression mit einem Tumor Proportion Score (TPS)  ≥1%.

  • Die Wirksamkeit von Pembrolizumab stieg dabei mit TPS.

 

Hintergrund

Eine Firstline-Therapie mit Pembrolizumab gilt bei NSCLC Patienten, die PD-L1 mit einem TPS von mindesten 50% exprimieren, als die überlegene Behandlungsform. Sie verbessert sowohl das progressionsfreie Überleben als auch das Gesamtüberleben. Die vorliegende Studie prüft, ob sich dieser Effekt bereits bei einem niedrigeren TPS ≥1% einstellt.

 

Stud ien design

  • Internationale randomisierte, Open-Label-Studie der Phase 3.

  • 1274 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem NSCLC und einem PD-L1 TPS ≥1% bekamen eine First-Line-Therapie mit Pembrolizumab (n=637) oder eine platinbasierte Chemotherapy (n=637).

Hauptergebnisse

  • Die Therapie mit Pembrolizumab führte zu einem signifikant besseren Gesamtüberleben als die Chemotherapie (TPS ≥50%: HR, 0.69 [P=.0003]; TPS ≥20%: HR, 0.77 [P=.0020]; und TPS ≥1%: HR, 0.81 [P=.0018]).

  • Das median Gesamtüberleben war mit Pembrolizumab länger als mit einer Chemotherapie (TPS ≥50%: 20 vs 12.2 Monate; TPS ≥20%: 17.7 vs 13.0 Monate; TPS ≥1%: 16.7 vs 12.1 Monate).

  • Unter Pembrolizumab kam es zu weniger Nebenwirkungen jeglichen Grades (63% vs 90%) und weniger Toxizitäten mit Grad 3 oder höher (18% vs 41%) als unter einer Chemotherapie.

 

Klinische Bedeutung

Die Studienergebnisse bilden die Grundlage dafür, dass die FDA für die Behandlung von fortgeschrittenem NSCLC (Stadium III) mit Pembrolizumab die Grenzwerte des PD-L1 TPS von  ≥50% auf  ≥1% senkt.

 

Limit ierung

Open-Label-Studie

 

Finanzierung

Merck Sharp & Dohme