NSCLC: ALK-Mutationen könnten ein Zeichen für bessere Ergebnisse mit Lorlatinib sein

  • Shaw AT & al.
  • J Clin Oncol
  • 20.03.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), bei denen ≥ 1 anaplastische Lymphomkinase-Tyrosinkinaseinhibitoren (ALK-TKI) der zweiten Generation fehlschlugen, schnitten besser mit Lorlatinib ab, wenn sie positiv auf ALK-Mutationen testeten.

Warum das wichtig ist

  • Anhand der ALK-Mutationen als Biomarker könnten Ärzten die Patienten leichter identifizieren, die von Lorlatinib profitieren könnten.

Studiendesign

  • 198 Patienten mit ALK-positivem NSCLC erhielten in einer Phase-II-Studie täglich 100 mg Lorlatinib.
  • Finanzierung: Pfizer und das National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei 24 % der Patienten wurden ≥ 1 ALK-Mutationen im Plasma oder Gewebe nachgewiesen.
  • Bei den Patienten, die gegenüber Crizotinib resistent waren, erwies sich Lorlatinib, unabhängig vom ALK-Mutationsstatus laut Nachweis im Plasma und Gewebe, als wirksam.
  • Bei Patienten, die gegenüber ALK-TKI der zweiten Generation resistent waren, war Lorlatinib wirksamer bei Patienten mit ALK-Mutationen als ohne (objektive Ansprechrate: 62 % vs. 32 % mit Nachweis im Plasma und 69 % vs. 27 % mit Nachweis im Gewebe).
  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) war bei Patienten mit ALK-Mutationen signifikant besser, aber nur bei einem Nachweis im Gewebe (PFS: 11,0 vs. 5,4 Monate; HR: 0,47; 95 %-KI: 0,27–0,83).

Einschränkungen

  • Nur 51 % der Tumorproben waren De-novo-Tumore; Proben aus dem Archiv könnten unterschiedlichen Krankheitsstadien entstammen.