NSCLC: ältere Patienten in klinischen Studien mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren resilient

  • Marur S & al.
  • Semin Oncol
  • 31.10.2018

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Aus klinischen Studien zu Antikörpern, die den programmierten Zelltod (PD-1-hemmend) oder den programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-L1-hemmend) bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastatischem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) hemmen, zogen ältere Patienten einen Überlebensnutzen, der vergleichbar mit jüngeren Patienten war, mit einer niedrigeren Inzidenz von unerwünschten Ereignissen (UEs) von Grad 3–4.

Warum das wichtig ist

  • Ca. 70 % der neuen Fälle von Lungenkrebs sind Patienten ab einem Alter von ≥ 65 Jahren.

Studiendesign

  • Gepoolte Analyse von 4 klinischen Studien zu PD-1/PD-L1–hemmenden Antikörpern zur Bewertung der Überlebensergebnisse bei älteren Patienten mit metastatischem NSCLC.
  • Studienpopulation: 2.824 Patienten mit NSCLC, die während/nach Erhalt einer Therapie auf Platinbasis einen Krankheitsprogress erlitten hatten.
  • Alle Patienten wurden per Zufallsverfahren entweder einem PD-1/PD-L1-Inhibitor oder Docetaxel zugewiesen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die multivariable, adjustierte HR für das Gesamtüberleben (OS) betrug 0,68 (95 %-KI: 0,62–0,75) in der Gesamtpopulation (n = 2,824): 0.69 (95 %-KI: 0,61–0,79) bei Patienten im Alter von  70 Jahren (n = 664).
  • Inzidenz behandlungsbedingter UEs von Grad 3–4: 23 % bei Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren vs. 47 % bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren.
  • UE-bezogene Abbrüche waren in den Gruppen ähnlich hoch Absetzen der Behandlung ( ≥ 75 Jahre: 5 %; ≥ 65 Jahre: 7 %).

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.