Norwegen berichtet vom Tod eines Menschen durch Tollwut


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Gesundheitsbehörden melden den Tod eines Menschen in Norwegen durch Tollwut. Laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) war die Person vor Kurzem von einer Reise nach Südostasien zurückgekehrt, wo sie von einem Hund gebissen worden war. Die Person entwickelte nach und nach Tollwutsymptome und verstarb zwei Monate später, Anfang Mai.

Hier handelt es sich um den ersten in Norwegen gemeldeten Fall von Tollwut bei Menschen seit 1815. Das ECDC gab jedoch an, dass in den vergangenen zehn Jahren in der Europäischen Union/im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) jährlich bis zu vier Fälle von Tollwut bei Menschen gemeldet wurden. Dabei handelte es sich hauptsächlich um eingeschleppte Erkrankungen. 

Todesfälle durch Tollwut bei Menschen wurden dieses Jahr auch in Südostasien gemeldet. Letzten Monat meldeten die Behörden den ersten tödlichen Fall von Tollwut in diesem Jahr in Thailand bei einer Person, die Ende 2018 von einem Hund gebissen worden war. 

Das ECDC rät dazu, dass Gruppen, bei denen ein Risiko für Tierbisse besteht, wie etwa Reisende oder Fachkräfte, die Aktivitäten in entlegenen Gegenden planen, eine individuelle Risikobewertung für eine Prophylaxe vor der Exposition erhalten sollten. Die Behandlung sollte eine lokale Wundversorgung, Impfung und passive Immunisierung mit Immunglobulin, soweit angezeigt, umfassen. „Damit die Behandlung wirkt, muss sie so rasch wie möglich nach der Exposition verabreicht werden,“ so weiter das ECDC.