Nierenwoche 2019 — Azathioprin bei Immunsuppression nach Nierentransplantation ähnlich wie Mycophenolat-Mofetil


  • Marielle Fares, Pharm.D.
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Bei Patienten unter niedrig dosiertem Ciclosporin (CsA) gingen Azathioprin (AZA) und Mycophenolat-Mofetil (MMF) mit der gleichen Rate an chronischer Allograft-Nephropathie (CAN), klinischer oder subklinischer akuter zellulärer Abstoßung (ACR) und Transplantatüberleben und -funktion einher.
  • AZA ist jedoch eine kostengünstigere Alternative zu MMF bei niedrig dosierter Erhaltungs-Immunsuppression.

Warum das wichtig ist

  • Frühere Studien deuteten darauf hin, dass MMF effektiver vorbeugt als AZA, aber dieser Effekt ließ sich nicht bestätigen.
  • Die Sicherheit und Wirksamkeit von MMF und AZA bei Nierentransplantatempfängern unter niedrig dosiertem steroidfreien CsA sind nicht bekannt.

Studiendesign

  • Randomisierte, placebokontrollierte, prospektive, multizentrische Studie zum Vergleich der Wirkung von MMF gegenüber AZA bei der Prävention von CAN als die einzige Immunsuppressiva-Therapie für Nierentransplantatempfänger.
  • Die Patienten (n = 233) erhielten niedrig dosiertes Thymoglobulin und Basiliximab als Induktionstherapie. Die CsA-Anfangsdosis wurde bei Patienten mit stabiler Transplantatfunktion, ohne vorherige akute Nierenabstoßung und ohne Infiltrate in einer Kontroll-Biopsie nach 1 Jahr um 50 % verringert.
  • Primärer Endpunkt war die kumulative Inzidenz von CAN nach 3 Jahren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 3 Jahren kam es bei 38 Patienten (31,9 %) unter MMF vs. bei 37 Patienten (32,4 %) unter AZA zu einer CAN, und 22 Patienten (18,5 %) unter MMF vs. 24 Patienten (21,1 %) unter AZA wiesen eine mittels Biopsie bestätigte ACR auf (p = 0,72).
  •  Insgesamt entwickelten 11 Patienten (9,2 %) unter MMF vs. 8 Patienten (7,0 %) unter AZA eine subklinische ACR (Anstieg des Kreatinins im Serum [sCr] um
  • Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate war zwischen den Gruppen ähnlich (p = 0,50). Die CsA-Dosis wurde bei 19 Patienten (16,0 %) unter MMF und bei 21 Patienten (18,4 %) unter AZA verringert.