Nierentransplantationen könnten erhebliche Einsparungen für Gesundheitssysteme bewirken, sagt ERA-EDTA


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Nephrologen haben wiederholt Besorgnis über die niedrigen Organspenderaten in vielen europäischen Ländern ausgedrückt und sagen, sie hoffen, dass eine neue Studie, die auf erhebliche Kosteneinsparungen bei Transplantationen hinweist, Entscheidungsträger dazu bewegen werde, sich des Themas anzunehmen.

Die im Clinical Kidney Journal (ckj) veröffentlichte Forschungsarbeit schätzte die schwedischen Gesundheitskosten für Nierentransplantationen und Dialyse über 10 Jahre aus einer Perspektive des Gesundheitswesens. Sie ergab, dass 66–79 % der erwarteten Kosten für Transplantationspatienten durch eine Transplantation vermieden wurden, was Kosteneinsparungen von 380.000 € pro Patient mit sich brachte. Die Einsparungen waren bei erfolgreichen Transplantationen am höchsten, aber die Behandlung war selbst bei Patienten kostensparend, die wieder zu Dialyse übergingen.

Die European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) begrüßte die Ergebnisse und sagte, die Studie trage zu den Belegen dafür bei, warum Transplantationen gefördert werden sollten. „Die Mission der ERA-EDTA war es immer, die beste Behandlung für Nierenpatienten zu erwirken. Darum setzen wir uns sehr dafür ein, die Situation zu verbessern. Gemeinsam mit der EKHA (European Kidney Health Alliance) haben wir uns bereits der EU-Gesundheitspolitik zugewendet und um eine gemeinsame, paneuropäische Informationskampagne ersucht. Aber die Ergebnisse waren bisher recht mager. Wir hoffen, dass diese Studie politische Entscheidungsträger möglicherweise dazu bewegt, aktiv zu werden“, sagte die Vereinigung.