Nierenkrebs: Titriertes Axitinib nach Checkpoint-Inhibitoren ist machbar

  • Ornstein MC & al.
  • Lancet Oncol
  • 16.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Axitinib in einem individualisierten Titrationsschema scheint machbar und wirksam zu sein, erreichte jedoch nicht den zuvor festgelegten Schwellenwert für das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten mit einem lokal rezidivierenden/metastatischen Nierenzellkarzinom (RCC), die zuvor mit Checkpoint-Inhibitoren behandelt wurden.

Warum das wichtig ist

  • Es gibt keine Standardbehandlung nach der Immuntherapie in diesem Umfeld.
  • Retrospektive Daten stützen die Anwendung von VEGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren, doch es fehlten bisher prospektive Daten.

Studiendesign

  • In einer Studie der Phase II wurde Axitinib an 40 Patienten mit einem lokal rezidivierenden/metastatischen klarzelligen RCC untersucht, die zuletzt mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren behandelt worden waren.
  • Anfangsdosis: 5 mg zweimal täglich, mit anschließender toxizitätsbedingter Titration und entsprechender Steigerung oder Reduktion der Dosis um 1 mg alle 14 Tage.
  • Primärer Endpunkt: PFS; der vorgegebene Schwellenwert für eine klinisch bedeutsame Aktivität lag bei 9,5 Monaten.
  • Finanzierung: Pfizer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle dauerte 8,7 Monate.
  • Das mediane PFS betrug 8,8 Monate (95 %-KI: 5,7–16,6).
  • 45 Prozent der Patienten erreichten ein objektives Ansprechen; 67 Prozent dieser Fälle zeigten ein dauerhaftes Ansprechen über > 12 Monate.
  • 45 Prozent der Patienten erreichten eine stabile Krankheit.
  • Die häufigsten Toxizitäten mit beliebigem Schweregrad sowie mit Schweregrad 3 waren Ermüdung, Hypertonie und Hand-Fuß-Syndrom.
  • Es kam zu keinen toxizitätsbedingten Behandlungsabbrüchen.
  • Bei 20 Prozent der Patienten kam es zu schwerwiegenden behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen.

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.