Nierenkrebs: begrenzter Nutzen mit Nivolumab bei Hirnmetastasen

  • Flippot R & al.
  • J Clin Oncol
  • 13.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Nivolumab zeigt eine begrenzte Aktivität bei Patienten mit unbehandelten Hirnmetastasen eines Klarzellkarzinoms der Nierenzellen (RCC), bei denen eine Progression nach einer auf den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGFR) abzielenden Therapie auftrat. 
  • Patienten, die eine fokale Therapie für Hirnmetastasen erhielten, zeigen ein längeres intrakranielles progressionsfreies Überleben (PFS).

Warum das wichtig ist

  • Patienten mit Hirnmetastasen können von einer systematischen Überwachung des Gehirns mit bildgebenden Verfahren und einer fokalen Hirntherapie profitieren, bevor sie eine Therapie mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor beginnen

Studiendesign

  • Studienkohorte der Studie GETUG-AFU 26 NIVOREN (Eine Phase-II-Sicherheitsstudie zu Nivolumab bei Patienten mit metastatischem Nierenzellkarzinom, die nach oder während eines vorherigen systemischen antiangiogenen Behandlungsschemas einen Krankheitsprogress erlitten) von 73 Patienten mit Hirnmetastasen eines klarzelligen RCC (Allgemeinzustand ≥ 2), die nach Progression auf eine VEGFR-Therapie Nivolumab erhielten.
  • Finanzierung: Bristol-Myers Squibb.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei Patienten mit fokal behandelten vs. unbehandelten Hirnmetastasen:
    • betrug die mediane Nachbeobachtung 20,2 vs. 23,6 Monate.
    • Das mediane intrakranielle PFS betrug 4,8 vs. 2,7 Monate (adjustierte Hazardrate [aHR]: 0,49; 95 %-KI: 0,26–0,92).
    • Die 12-monatige Rate des Gesamtüberlebens (OS) betrug 58,8 % vs. 66,7 %.
    • Behandlungsbezogene unerwünschte Ereignisse von Grad 3–4 lagen bei 15 % vs. 10 %.
  • Die intrakranielle Ansprechrate bei Patienten mit unbehandelten Metastasen betrug 12 %; für Patienten mit mehreren Hirnläsionen oder Läsionen von > 1 cm Größe wurde kein objektives Ansprechen gemeldet.
  • 72 % der unbehandelten Patienten benötigten eine anschließende fokale Hirntherapie.

Einschränkungen

  • Kleine Anzahl von Studienteilnehmern..