Nierenkarzinom: Zusatz von Telaglenastat zu Cabozantinib verbessert nicht das Outcome

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Die Zugabe von Telaglenastat, einem Glutaminase-Hemmer, zu Cabozantinib verbessert nicht das Outcome bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (RCC), die zuvor eine Immuntherapie erhalten haben, so die Daten der Phase 2-Studie CANTATA. Die Kombination war gut verträglich, und es wurden keine neuen Sicherheitssignale gemeldet.

Die Autoren der Studie sagten: "Die Identifizierung von Biomarkern für das Ansprechen wird zur Aufklärung von Mechanismen beitragen, die bei Kombinationen, die im klinischen Umfeld funktionieren, eine Rolle spielen." CANTATA sei ihrer Kenntnis nach die erste Studie, die prospektive Daten zur Wirksamkeit von Cabozantinib nach einer Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie liefere und damit wichtige Anhaltspunkte für künftige Studien biete, so die Autoren weiter.

In dieser doppelblinden, placebokontrollierten, randomisierten Studie untersuchten die Forscher 444 vorbehandelte Patienten mit metastasiertem klarzelligem RCC, die randomisiert orales Cabozantinib kombiniert mit Telaglenastat oder Placebo erhielten. Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 11,7 Monaten war das mediane PFS in der Telaglenastat- und der Placebogruppe nicht signifikant unterschiedlich (9,2 vs. 9,3 Monate; HR 0,94; p=0,65). Die Gesamtansprechrate lag bei 31% bzw. 28%.

Die Rate unerwünschter Ereignisse Grad 3-4 war in beiden Gruppen ähnlich. Darüber hinaus gab es in der Telaglenastat-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe seltener Dosisreduzierungen von Cabozantinib (55% vs. 63%) und Behandlungsabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse (10% vs. 15%), was darauf hindeutet, dass Telaglenastat die mit Cabozantinib verbundene Toxizität nicht verschlimmerte.

Janet E. Brown, MD, Abteilung für Onkologie und Stoffwechsel, Universität Sheffield, Weston Park Hospital, Sheffield, Vereinigtes Königreich, kommentierte: "Der Anteil der Patienten, die fit genug sind, um aufeinanderfolgende Therapielinien zu erhalten, nimmt erheblich ab. Aus diesem Grund sind neue Ansätze wie die Zugabe von Telaglenastat zu Cabozantinib, die laut der CANTATA-Studie die Verträglichkeit im Vergleich zu Placebo nicht beeinträchtigt, besonders willkommen."

Eine weitere Studie zur Kombination von Telaglenastat mit Everolimus könnte angesichts der positiven Daten aus der ENTRATA-Studie gerechtfertigt sein, insbesondere weil Cabozantinib allein oder in Kombination mit einer Immuntherapie in vielen Ländern zunehmend als Erstlinienbehandlung bei RCC-Patienten eingesetzt wird, fügte Dr. Brown hinzu.