Nierenkarzinom: Ärzte berichten eine Verlagerung bei der Behandlungsstrategie während COVID-19

  • Aeppli S & al.
  • ESMO Open
  • 01.07.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Umfrage unter Ärzten, die Patienten mit metastasiertem klarzelligem Nierenzellkarzinom behandeln, zeigt als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eine Verlagerung von der Verwendung von Ipilimumab/Nivolumab hin zu vermehrter Verwendung einer Tyrosinkinasehemmer-Monotherapie.

Warum das wichtig ist

  • Es ist wichtig, die Balance zwischen einer qualitativ hochwertigen und wirksamen Behandlung und einer begrenzten Exposition gegenüber dem Coronavirus zu finden.

Studiendesign

  • Online-Befragung von 41 Ärzten im Zusammenhang mit der Behandlung des Nierenzellkarzinoms.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 73% der Teilnehmer erachteten die Kombination aus Risikokategorien des International Metastatic Renal Cell Carcinoma Database-Konsortiums und der Fitness der Patienten als wichtige Faktoren bei der Entscheidungsfindung.
  • Bei fitten Patienten mit günstigem Risikoprofil war die Behandlung der Wahl:
    • Vor der Pandemie: Pembrolizumab/Axitinib (53%), Avelumab/Axitinib und Sunitinib oder Pazopanib (jeweils 13%), oder Ipilimumab/Nivolumab (10%).
    • Während der COVID-19-Pandemie: Pembrolizumab/Axitinib (38%), Ipilimumab/Nivolumab (7%), Sunitinib oder Pazopanib (35%), Tivozanib (17%), oder Cabozantinib (4%).
  • Es gab einen signifikanten Unterschied bei der Verwendung von Sunitinib oder Pazopanib während COVID-19 (von 13% auf 35%; P
  • Bei fitten Patienten mit intermediärem/hohem Risikoprofil nahm die Verwendung von Ipilimumab/Nivolumab während der Pandemie signifikant ab (von 80% auf 41%; P
  • Bei unfitten Patienten mit intermediärem/hohem Risikoprofil wurden während der Pandemie nur geringe Veränderungen der Behandlung beobachtet.

Einschränkungen

  • Studie basierte auf einer Umfrage.