Niedrigriskantes PCa: aktive Überwachung im Zeitraum 2010–2015 verdoppelt

  • Mahal BA & al.
  • JAMA
  • 11.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Der Einsatz von aktiver Überwachung oder Beobachten und Abwarten (AS/WW) hatte sich bei Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom (PCa) mit niedrigem Risiko in den USA zwischen den Jahren 2010 und 2015 nahezu verdreifacht.
  • Bei Hochrisiko-Patienten hat sich der Einsatz einer radikalen Prostatektomie (RP) erhöht und der einer Radiotherapie (RT) gesenkt.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse reflektieren die bessere Einhaltung der Leitlinien für Patienten mit niedrigem Risiko.
  • Der Anstieg der RP-Rate bei Hochrisiko-Patienten entspricht nicht den Empfehlungen.

Studiendesign

  • Studie mit 164.760 Männern, die in den Jahren 2010–2015 mit lokalisiertem PCa diagnostiziert worden waren.
  • Finanzierung: Wood Family Foundation; Baker family; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 12,7 % der Patienten wurden mit AS/WW behandelt, 41,5 % erhielten eine RT und 45,8 % unterzogen sich einer RP.
  • Bei Männern mit niedrigriskanter Krankheit (n = 50.302):
    • Stieg der Einsatz von AS/WW von 14,5 % auf 42,1 % (p-Tendenz
    • Sank der Einsatz einer RP von 47,4 % auf 31,3 % (p-Tendenz
    • Sank der Einsatz einer RT von 38,0 % auf 26,6 % (p-Tendenz
  • Bei Männern mit intermediärer Krankheit (n = 81.836):
    • Stieg der Einsatz von AS/WW von 5,8 % auf 9,6 % (p-Tendenz
    • Sank der Einsatz einer RP von 51,8 % auf 50,6 % (p = 0,004) und
    • Sank der Einsatz einer RT von 42,4 % auf 39,8 % (p-Tendenz
  • Bei Männern mit hochriskanter Krankheit (n = 32.622):
    • Blieb der Einsatz von AS/WW stabil (p-Tendenz = 0,08),
    • Stieg der Einsatz von RP von 38,0 % auf 42,8 % (p-Tendenz
    • Sank der Einsatz einer RT von 60,1 % auf 55,0 % (p-Tendenz

Einschränkungen

  • Keine Informationen zum Einsatz einer Androgendeprivationstherapie.