Niedrigriskantes DCT: Entlassung in die Primärversorgung laut britischer Studie nach 5 Jahren unbedenklich

  • Seejore K & al.
  • Clin Oncol (R Coll Radiol)
  • 07.02.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine langfristige Nachbeobachtung von Patienten mit dynamisch risikostratifizierten (DRS), niedrigriskanten, differenziertem Schilddrüsenkarzinom (DTC) lässt den Schluss zu, dass das Risiko für ein Spätrezidiv gering ist (0,26 %), was dafür spricht, dass die Patienten nach 5 Jahren in die Primärversorgung entlassen werden können.

Warum das wichtig ist

  • Die Leitlinien der British Thyroid Association von 2014 empfehlen eine lebenslange Nachbeobachtung, die wahrscheinlich nicht nötig ist.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 9,9 Jahre (min. 5 Jahre, max. 17 Jahre).
  • Ein radiologisches Rezidiv, dem bereits ein biochemisches Rezidiv vorausgegangen war (progressiv ansteigende Konzentrationen von Thyreoglobulin/Thyreoglobulin-Antikörpern) trat innerhalb von 5 Jahren nach der Diagnose bei 1,7 % der Patienten auf.
  • 6 Patienten (0,79 %) wiesen nach 5 Jahren erhöhte Thyreoglobulinwerte auf, erlitten aber kein radiologisches Rezidiv.
    • Nur 2 dieser Patienten (0,26 %) hatten anhaltend erhöhte Thyreoglobulinwerte (9 bzw. 10,5 Jahre nach der diagnostischen Operation).

Studiendesign

  • 756 Patienten mit DRS, niedrigriskantem DTC wurden nach einer diagnostischen Operation nachbeobachtet.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie an einem einzelnen Zentrum.