Niedrig dosierte Bestrahlung könnte kardiovaskulärer Gesundheit schaden


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Die Ergebnisse einer neuen Studie weisen darauf hin, dass eine niedrige Exposition gegenüber ionisierender Strahlung in Dosen zu etwa 0,5 Gy – äquivalent zu wiederholten CT-Scans – mit einem signifikant erhöhten Risiko für eine kardiovaskuläre Schädigung selbst Jahrzehnte nach der Exposition assoziiert ist.

Wissenschaftler am Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt untersuchten die Reaktion von menschlichen Koronararterien-Endothelzellen auf eine relativ niedrig dosierte Bestrahlung von 0,5 Gy. Sie stellten fest, dass verschiedene dauerhafte Veränderungen in den Zellen auftraten, die das Potenzial aufwiesen, ihre essenzielle Funktion ungünstig zu beeinflussen, einschließlich der Hemmung der Aktivierung der endothelialen Stickstoffmonoxid-Synthase (eNOS). Durch niedrig dosierte Bestrahlung geschädigte Zellen produzierten auch größere Mengen reaktiver Sauerstoffspezies (ROS).

Es wurde außerdem festgestellt, dass exponierte kardiale Endothelzellen eine verringerte Fähigkeit zum Abbau von oxidierten Proteinen aufwiesen und vorzeitig alterten. Diese schädlichen Veränderungen traten nicht sofort, sondern erst auf längere Sicht, auf.

In einem Beitrag im International Journal of Radiation Biology sagten die Autoren, die beobachteten Veränderungen ließen auf eine langfristige, vorzeitige Fehlfunktion schließen, und verweisen auf eine mechanistische Erklärung für epidemiologische Daten, die ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen nach niedrig dosierter Strahlenexposition zeigen.