Nichtmetastatisches kolorektales Karzinom: zirkulierende DNA gibt Aufschluss über Rezidiv

  • Wang Y & al.
  • JAMA Oncol
  • 09.05.2019

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) nach einem operativen Eingriff gab bei Patienten mit nichtmetastatischem kolorektalen Karzinom (CRC) noch vor den CT-Scans und Tests auf die Konzentration des carcinoembryonales Antigens (CEA) im Serum Aufschluss über ein Rezidiv.

Warum das wichtig ist

  • Die bestehenden Erkennungsmethoden sind hierbei unzureichend: CEA ist zu wenig sensitiv und spezifisch, und der CT-Scan kann nichtspezifische Befunde ergeben und geht mit einer Strahlenexposition einher.
  • Die Ergebnisse sprechen dafür, dass eine ctDNA-Analyse die konventionellen Überwachungsstrategien zur Stratifizierung des Rezidivrisikos ergänzen sollten.

Studiendesign

  • Prospektive Studie von 58 Patienten mit CRC im Stadium I, II oder III, die sich einer radikalen operativen Resektion unterzogen hatten. Blutproben wurden 1 Monat nach dem Eingriff und dann alle 3–6 Monate danach abgenommen (n = 319).
  • Finanzierung: Verschiedene nichtindustrielle Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 40 Patienten erhielten keine adjuvante Chemotherapie; alle 8 mit einem Rezidiv hatten einen positiven ctDNA-Befund.
  • 45 Patienten waren ctDNA-negativ während der gesamten Verlaufskontrolle und keiner von ihnen erlitt ein Rezidiv (0 %). Von 13 ctDNA-positiven Patienten erlitten 10 ein Rezidiv (77 %). Ein ctDNA-positiver Befund trat median 4 Monate (Bereich: 2–31) vor der Erkennung im CT-Scan auf.  
  • Von den 32 Patienten ohne Rezidiv hatten 29 (91 %) während der gesamten medianen Verlaufskontrolle von 49 Monaten einen negativen ctDNA-Befund. Die 3 ctDNA-Falschpositivbefunde hatten eine Krankheit im Stadium II/III und spätere Tests ergaben wieder normale ctDNA-Spiegel.
  • Die CEA-Tests fielen bei 5 von 8 Patienten mit einem Rezidiv positiv aus (63 %).

Einschränkungen

  • Kleine Studie.