Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: robotergestützte Lobektomie ähnlich effektiv wie thorakoskopische Operation mit Video-Unterstützung und offene Operation

  • Clin Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine robotergestützte Lobektomie erzielt bei der Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) im Frühstadium ähnliche operative und onkologische Ergebnisse sowie Überlebensergebnisse wie eine thorakoskopische Operation mit Video-Unterstützung (VATS) und offene Thorakotomie.

Warum das wichtig ist

  • Minimalinvasive Techniken werden bevorzugt und diese Studie klärt langfristige Ergebnisse ab.

Studiendesign

  • 540 Patienten mit NSCLC unterzogen sich einer robotergestützten Lobektomie (n = 250) und VATS (n = 126) oder einer offenen Thorakotomie (n = 164).
  • Mediane Verlaufskontrolle: 44.8 Monate.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die intraoperativen Konversionsraten waren in den robotergestützten (9,2 %) und VATS(9,5 %)-Gruppen ähnlich.
  • Bei einer vollständigen R0-Resektion oder einer durchschnittlichen Gesamtzahl entfernter Lymphknoten wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen beobachtet.
  • Gesamtüberleben (OS) bzw. rezidivfreies Überleben für die gesamte Kohorte:
    • 3 Jahre: 75 % (95 %-KI: 71 %–79 %) bzw. 64 % (95 %-KI: 59 %–68 %).
    • 5 Jahre: 64 % (95 %-KI: 58 %–59 %) bzw. 54 % (95 %-KI: 49 %–59 %).
  • Kein signifikanter Unterschied des OS zwischen robotergestützt und VATS (aHR: 1,39; 95 %-KI: 0,82–2,36) oder offener Thorakotomie (aHR: 0,94; 95 %-KI: 0,61–1,45).
  • Ähnliche Inzidenz lokoregionärer Rezidive (robotergestützt: 7 %; VATS: 6 %; offen: 8 %, p = 0,09) und Fernmetastasen (14 %, 18 %, 17 %, p = 0,9).
  • Kein signifikanter Unterschied im rezidivfreien Überleben für VATS (aHR: 1,50; 95 %-KI: 0,96–2,34) oder offene Thorakotomie (aHR: 1,07; 95 %-KI: 0,73–1,57) im Vergleich zur robotergestützten Lobektomie.

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.