Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: perioperative epidurale Analgesie verbessert onkologische Ergebnisse nicht

  • Wu HL & al.
  • BMJ Open
  • 30.05.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine thorakale epidurale Analgesie war nach einer Resektion von nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) der Stadien I–III nicht mit einem besseren rezidivfreien Überleben (RFS) oder Gesamtüberleben (OS) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Vorherige Studien deuteten bei Patienten mit anderen Krebserkrankungen, die eine perioperative epidurale Analgesie erhalten hatten, auf niedrigere Rezidiv- und Mortalitätsraten hin.

Studiendesign

  • 2.191 Patienten mit Krebs im Stadium I–III, die sich einer operativen Resektion unterzogen hatten, erhielten eine allgemeine Anästhesie entweder mit (n = 1.799) oder ohne (n = 392) perioperativer epiduraler Analgesie.
  • Finanzierung: Taipei Veterans General Hospital; Ministry of Science and Technology, Taipei.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Raten des 3- und 5-jährigen RFS lagen bei 69,8 % bzw. 64,4 % mit epiduraler Analgesie vs. bei 67,4 % bzw. 62,8 % ohne epidurale Analgesie, ohne statistisch signifikante Differenz (p = 0,54).
  • Eine epidurale Analgesie blieb auch nach einer multivariablen (p = 0,47) und Propensity-Matching-Analyse (p = 0,82) ohne Zusammenhang mit dem RFS.
  • Die Raten des 3- und 5-jährigen OS lagen bei 92,4 % bzw. 85,8 % mit epiduraler Analgesie vs. bei 89,6 % bzw. 84,3 % ohne epidurale Analgesie, ohne statistisch signifikante Differenz (p = 0,13).
  • Eine epidurale Analgesie blieb auch nach einer multivariablen (p = 0,21) oder Propensity-Matching-Analyse (p = 0,80) ohne Zusammenhang mit dem OS.

Einschränkungen

  • Retrospektive, nicht randomisierte Studie.