Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom mit epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor-Mutationen: schlechtere Überlebenschancen für schwarze vs. nichtschwarze Patienten

  • Clin Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Schwarze Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und EGFR(epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-Mutationen weisen ein kürzeres Gesamtüberleben (OS) auf als nichtschwarze Patienten.

Warum das wichtig ist

  • Den Studien zufolge haben ca. 5 % der schwarzen Patienten NSCLC mit EGFR-Mutationen, verglichen mit 10 %–15 % bei weißen Patienten und bis zu 50 % bei asiatischen Patienten.
  • Die soziale Ungleichheit aufgrund der ethnischen Abstammung bei Lungenkrebs-Überleben ist bekannt. Hier handelt es sich jedoch um die erste Studie, die sich auf EGFR+ NSCLC konzentriert.

Studiendesign

  • 652 Personen mit nichtsquamösem NSCLC.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die EGFR-Mutationsrate betrug 15 % in der Gesamtkohorte, 14 % bei schwarzen Patienten und 16 % bei nichtschwarzen Patienten.
  • Keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich Geschlecht, sozioökonomischem Status, Raucherstatus, Krankheitsstadium und Verwendung von EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) zwischen schwarzen und nichtschwarzen Patienten, unabhängig vom EGFR-Mutationsstatus.
  • Das 2-Jahres-OS war bei schwarzen EGFR-mutierten Patienten signifikant schlechter als bei nichtschwarzen EGFR-mutierten Patienten (33,3 % vs. 61,3 %; p = 0,001).
  • Unter den metastatischen Patienten mit häufig auftretenden EGFR-Mutationen, die TKI erhielten, wiesen Schwarze ein signifikant schlechteres 2-Jahres-OS auf als nichtschwarze Patienten (44,4 % vs. 77,3 %; p = 0,040).
  • Das 2-Jahres-OS war bei schwarzen und nichtschwarzen Patienten mit Wildtyp-EGFR ähnlich.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie von nur 1 Krebsregister.