Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom im Stadium IIIa: Verzögerung einer Operation führt zu schlechterem Gesamtüberleben

  • Rice JD & al.
  • Ann Thorac Surg
  • 19.11.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIa, die sich innerhalb von 77 Tagen nach einer neoadjuvanten Therapie einer operativen Resektion unterzogen, haben ein signifikant besseres Überleben als Patienten mit einer verzögerten Resektion.

Warum das wichtig ist

  • Es besteht kein Konsens hinsichtlich des Zeitpunkts eines operativen Eingriffs nach einer neoadjuvanten Therapie.

Studiendesign

  • Patienten mit NSCLC im Stadium IIIa erhielten eine neoadjuvante Therapie und unterzogen sich einer operativen Resektion innerhalb von 77 Tagen (kurze Verzögerung; n = 1.558), innerhalb von 77–114 Tagen (mittlere Verzögerung; n = 2.950) oder nach > 114 Tagen (lange Verzögerung; n = 1.438).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Gruppe mit langer Verzögerung wies eine größere mittlere Tumorgröße auf (45 vs. 42 mm bei kurzer Verzögerung und 42 mm bei mittlerer Verzögerung; p = 0,0003).
  • Eine Chemotherapie fand in der Gruppe mit langer vs. kurzer und mittlerer Verzögerung häufiger statt (43 % vs. 30 % und 37 %; p 
  • Das Gesamtüberleben (OS) war in der Gruppe mit kurzer vs. mittlerer und langer Verzögerung nach 1 Jahr signifikant länger (82 % vs. 83 % und 80 %; p = 0,003) und 3 Jahren (59 % vs. 58 % und 52 %; p = 0,003).
  • Eine lange Verzögerung zwischen Therapie und operativem Eingriff war mit einer höheren Mortalität assoziiert (HR: 1,25; p = 0,0005).
  • Postoperative Aufenthaltsdauer, Wiedereinweisungsraten und die Mortalität nach 30 und 90 Tagen waren zwischen den Gruppen ähnlich.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.