Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom im Frühstadium: stereotaktische Körperbestrahlung weist Überlebensvorteil gegenüber ablativen Verfahren auf

  • J Natl Compr Canc Netw

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Frühstadium, die eine stereotaktische Körperbestrahlung (SBRT) erhalten hatten, wiesen ein besseres Gesamtüberleben (OS) auf als Patienten, die sich thermoablativen Verfahren (TAP), wie etwa Laser/Kryoablation und Elektrokauterisation, unterzogen hatten.

Warum das wichtig ist

  • Eine SBRT ist die empfohlene Erstlinientherapie bei inoperablem NSCLC im Frühstadium, und obwohl TAP, die ohne ionisierende Bestrahlung einhergehen, für bestimmte Patienten zur Verfügung stehen, fehlen Vergleiche zwischen den 2 Modalitäten.

Studiendesign

  • 27.734 Patienten mit NSCLC im Frühstadium aus der National Cancer Database, die sich keiner operativen Resektion unterzogen hatten.
  • Mediane Nachbeobachtung: 26,7 Monate.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • 96 % erhielten eine SBRT und 4 % TAP.
  • Die 30- und 90-Tage-Mortalität für eine SBRT lag jeweils bei 0,01 % bzw. 0,5 % vs. bei 0,7 % bzw. bei 3,8 % für TAP.
  • Das mediane OS lag bei 37,7 Monaten mit einer SBRT vs. bei 33,5 Monaten mit TAP (p = 0,001) und war mit einer SBRT nach 1 Jahr (86,7 % vs. 83,1 %), 2 Jahren (67,5 % vs. 62,7 %) und 5 Jahren (30,6 % vs. 26,9 %) signifikant länger (p = 0,001).
  • Der Nutzen im OS blieb auch nach einer Propensity-Matching-Analyse von 987 Patientenpaaren bestehen (p = 0,0033).

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie mit Ursachenanalyse nicht dargestellt.