Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: Chemo plus Immuntherapie als Frontlinienkombination laut Metaanalyse am besten

  • Liang H & al.
  • Int J Cancer
  • 24.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Frontlinientherapie mit Inhibitoren des programmierten Zelltod 1/programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-1/L1) plus einer Chemotherapie erzielte bei fortgeschrittenem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) bessere Ergebnisse als jede Therapie allein.

Warum das wichtig ist

  • Diese Metaanalyse schließt die durch fehlende Direktvergleichsstudien offene Wissenslücke.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 11 randomisierten kontrollierten Studien mit 6.731 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC.
  • Finanzierung: National Key R&D Program of China und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt boten PD-1/L1-Inhibitoren im progressionsfreien Überleben (PFS) oder Gesamtüberleben (OS) keinen Vorteil gegenüber einer Chemotherapie.
  • Eine kombinierte Therapie sorgte für ein besseres PFS (HR: 0,64; 95 %-KI: 0,58–0,71) und OS (HR: 0,74; 95 %-KI: 0,62–0,89) als eine Chemotherapie allein.
  • Eine kombinierte Therapie sorgte für ein besseres PFS (HR: 0,71; 95 %-KI: 0,51–0,99), nicht aber für ein besseres OS als PD-1/L1-Inhibitoren allein.
  • Ergebnisse aus Subgruppen:
    • PD-L1 von
    • PD-L1 von ≥ 50 %: Eine kombinierte Therapie war besser im OS (HR: 0,61; 95 %-KI: 0,37–0,98) und PFS (HR: 0,51; 95 %-KI: 0,43–0,62) als eine Chemotherapie, aber im Vergleich zu PD-1/L1-Inhibitoren nur besser im OS (HR: 0,47; 95 %-KI: 0,38–0,58).
  • Mehr behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse mit einer Kombinationstherapie.

Einschränkungen

  • Die Studien verwendeten keine einheitliche Methode zur Untersuchung der PD-L1-Expression.