Nicht kleinzelliges Lungenkarzinom: Kein Nutzen bei einer Kombination von Pemetrexed und Bevacizumab als Erhaltungstherapie

  • Ramalingam SS & al.
  • J Clin Oncol
  • 30.07.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die Kombination einer Erhaltungstherapie mit Pemetrexed und Bevacizumab erhöhte bei Patienten mit einem fortgeschrittenen nicht plattenepithelialen, nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) die Toxizität ohne Überlebensvorteile gegenüber einem der Medikamente allein.
  • Die Erhaltungstherapie mit einem Wirkstoff war in dieser randomisierten Studie optimal.

Warum das wichtig ist

  • Nationale Leitlinien empfehlen als Erhaltungstherapie Pemetrexed, Bevacizumab oder ihre Kombination, wobei Letzteres auf einer früheren Forschungsarbeit beruht, die auf einen Nutzen im progressionsfreien Überleben (PFS) hinwies.

Studiendesign

  • Multizentrische Studie ECOG-ACRIN 5508 der Phase III.
  • 874 Patienten mit einem fortgeschrittenen nicht plattenepithelialen NSCLC und ohne Progression nach einer Erstlinienbehandlung mit Kombinationschemotherapie wurden randomisiert einer Erhaltungstherapie mit Pemetrexed (n = 294), Bevacizumab (n = 287) oder beiden Wirkstoffen (n = 293) zugewiesen.
  • Mediane Verlaufskontrolle: 50,6 Monate.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied beim medianen OS zwischen Pemetrexed und Bevacizumab (15,9 vs. 14,4 Monate; p = 0,12) oder einer Kombinationstherapie und Bevacizumab (16,4 vs. 14,14 Monate); p = 0,28).
  • Kein signifikanter Unterschied beim medianen PFS zwischen Pemetrexed und Bevacizumab (5,1 vs. 4,2 Monate; p = 0,06) oder nach einer multivariaten Analyse zwischen der Kombinationstherapie und Bevacizumab (7,5 vs. 4,2 Monate; p = 0,22).
  • Die Kombinationsgruppe wies höhere Toxizitätsraten mit Schweregrad 3–5 auf als unter Bevacizumab oder Pemetrexed (51 % vs. 30 % vs. 38 %).

Einschränkungen

  • Keine aufgeführt.