NHS: Stillen mit niedrigerem Risiko für ER- Brustkrebs verknüpft

  • Fortner RT & al.
  • Breast Cancer Res
  • 12.03.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Laut einer Analyse der Nurses' Health Studies (NHS und NHS-II) ist Stillen umgekehrt assoziiert mit ER(Östrogenrezeptor)-negativen Brustkrebs.

Warum das wichtig ist

  • Eine der größten Kohorten und die erste prospektive Kohorte spricht dafür, dass Stillen eine risikomindernde Strategie für aggressive Subtypen von Brustkrebs darstellt.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte (n = 199.514), in der Gebärfähigkeit, Stillen und das Brustkrebsrisiko nach Hormonrezeptor (ER+/ER-) und molekularem Subtyp (Luminal A, Luminal B, HER2+ und Basalzelltyp) untersucht wurde.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Frauen mit Entbindung (vs. Frauen ohne Entbindung) wiesen ein niedrigeres Risiko für ER+ Brustkrebs von 18 % auf (HR: 0,82; 95 %-KI: 0,77–0,88), nicht aber für ER- Brustkrebs.
  • Bei Frauen mit Entbindung war Stillen (einmal vs. niemals) mit einem um 18 % niedrigeren Risiko für ER- (HR, 0.82; 95% KI, 0.74-0.91), nicht aber für ER+ Brustkrebs assoziiert.
  • Mehr Entbindungen (≥ 3 Kinder vs. keine Entbindung) waren assoziiert mit: 1) niedrigerem Risiko für Brustkrebs vom Typ Luminal B, unabhängig davon, ob gestillt wurde oder nicht (einmal: HR: 0,78; 95 %-KI: 0,62–0,98; nie: HR: 0,76; 95 %-KI: 0,58–1,00), und 2) vom Typ Luminal A, bei Frauen, die wenigstens einmal gestillt hatten (HR: 0,84; 95 %-KI: 0,71–0,99), nicht aber bei Frauen, die nie stillten.

Einschränkungen

  • Tumorgewebe stand nur für ein Subset (n = 4.058) von Brustkrebsfällen zur Verfügung.
  • Beobachtungsstudie.