NHL: Studie identifiziert 2 Risikofaktoren für Infusionsreaktionen unter Rituximab

  • Kowalski KE, et al.
  • Clin Lymphoma Myeloma Leuk
  • 01.08.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen waren ein aktuell erhöhtes Körpergewicht und eine gesicherte Knochenmarksbeteiligung signifikant positive Prädiktoren für infusionsbedingte Reaktionen (IRRs) unter Rituximab.

Warum das wichtig ist

  • IRRs sind eine der häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten, die Rituximab erhalten.

Studiendesign

  • Die Studie untersuchte Patienten- und Erkrankungsmerkmale als Vorhersageparameter für IRRs unter der ersten Rituximab-Dosis bei 109 erwachsenen Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen.
  • Alle Patienten erhielten 375 mg/m2 Rituximab, beginnend mit einer Rate von 50 mg/h und einer schrittweisen Erhöhung um 50 mg/h entsprechend der Verträglichkeit bis zu einer maximalen Rate von 400 mg/h.
  • 96,3% der Patienten hatten Non-Hodgkin-Lymphom (NHL), darunter 77,1% mit der Diagnose diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL).
  • Finanzielle Förderung: keine Angaben.

Wesentliche Ergebnisse

  • 28,4% der Patienten zeigten eine IRR; alle Fälle waren Schweregrad 2.
  • In der Multivariatanalyse waren signifikant positive Prädiktoren einer IRR:
    • Aktuell erhöhtes Körpergewicht (OR 1,06; 95% KI 1,01-1,10; p=0,01).
    • Gesicherte Knochenmarksbeteiligung (OR 8,87; 95% KI 2,06-38,15; p=0,003).
  • Von den Patienten mit IRR auf die erste Dosis reagierten 3,2% auf Dosis 2 und 6,4% auf Dosis 3.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Retrospektive Daten.