Neun von zehn Frauen mit Endometrium-CA haben postmenopausale Blutungen


  • Michael Simm
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Ein systematischer Review und Meta-Analyse von 129 Studien ergab, dass die Häufigkeit postmenopausaler Blutungen (PMB) bei Frauen mit Gebärmutterschleimhautkrebs 91 % betrug. Umgekehrt lag das Risiko für ein Endometrium-CA unter Frauen mit PMB bei 9 %.

Hintergrund

Im Gegensatz zu den meisten anderen Krebsarten sind Inzidenz und Mortalität beim Endometriumkrebs in den vergangenen Jahren angestiegen. Damit nimmt auch das Interesse an Strategien zur Früherkennung und Prävention bei Frauen mit erhöhtem Risiko zu.

Design

Systematischer Review und Meta-Analyse von 129 Studien mit 34432 Patientinnen mit PMB und 6358 Patientinnen mit Endometriumkrebs. Gefragt wurde nach der Prävalenz von Endometrium-CA bei Frauen mit PMB und der Prävalenz von PMB bei Frauen mit Endometrium-CA.

Hauptergebnisse

  • Über alle Studien hinweg war die Prävalenz von PMB bei Frauen mit Endometrium-CA unabhängig vom Tumorstadium 91 % (95%-Konfidenzintervall 87 % - 93 %).
  • Das gepoolte Risiko für ein Endometrium-CA unter Frauen mit PMB war 9 % (95%-KI 8% - 11 %).
  • Die Schätzungen variierten abhängig von Hormontherapien (7 – 12 %, mit höherem Risiko ohne Hormontherapie) und geographischer Region (von 5 % in Nordamerika bis 13 % in Westeuropa).

Klinische Bedeutung

Die Autoren schließen aus ihren Daten, dass Früherkennungsstrategien mit einem Focus auf PMB „das Potenzial haben, bis zu 90 % aller Endometriumkarzinome zu erkennen.“ In ihren Zahlen sehen sie einen Beitrag zur Bewertung des potenziellen klinischen Nutzens der PMB als neuer Marker für die Früherkennung, der die Risikovorhersage und Entscheidungsfindung unterstützen könnte.

Finanzierung: 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission.