Neues Coronavirus: ein Rheuma-Mittel vielleicht eine künftige Option?


  • Dr. med. Thomas Kron
  • Medizinische Nachrichten
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Kernbotschaften

In Deutschland ist die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf 13 gestiegen. Der Erreger wurde bei der Frau eines Patienten aus Bayern entdeckt. Weltweit hat sich die Zahl der Infizierten den 32000 genähert. Die Zahl der Toten soll aktuell 636 betragen. Mit Künstlicher Intelligenz haben Wissenschaftler nach eigenen Angaben eine Substanz identifiziert, die möglicherweise gegen die neue Virus-Infektion hilft und en Vorteil hat, das sie als Medikament bereits verfügbar ist. 

Erneute Rückholaktion geplant

Laut einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ will die Bundesregierung eine weitere Gruppe von deutschen Staatsbürgern aus der Ausbreitungszone des Virus in China holen. Nach SPIEGEL-Informationen sollen sich in der Region Wuhan noch rund 20 Deutsche befinden. Das Auswärtige Amt soll dies bestätigt haben.

Die Sterberate in Wuhan beträgt nach offiziellen Angaben 4,1 Prozent und 2,8 Prozent in Hubei. Nach Angaben von Chinas Nationaler Gesundheitskommission waren mehr als drei Viertel der Todesopfer mindestens 60 Jahre alt. Wie sicher solche Angaben sind, ist jedoch nicht ausreichend klar. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge glauben viele Bewohner von Wuhan, dass die Sterberate sehr viel größer sei, da Patienten mit „grippe-ähnlichen“ Symptomen von den überfüllten Kliniken abgewiesen würden; außerdem fehlten Test-Kits, so dass die Zahl der tatsächlich Infizierten in China möglicherweise größer sei als offiziell bestätigt. Inzwischen sei das neue Coronavirus in China auch bei einem erst 30 Stunden alten Baby nachgewiesen worden. Nach Angaben des chinesischen Staatssenders CCTV könnte es sich dabei um eine vertikale Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind handeln. 
 
Therapie-Suche mit KI

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) haben Wissenschaftler des auf KI spezialisierten Unternehmens BenevolentAI  eine Substanz identifiziert, die möglicherweise gegen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus wirkt und bereits als Rheuma-Medikament auf dem Markt ist. Es handelt sich dabei um den Janus-Kinase-Inhibitor Baricitinib. Nach Angaben der Wissenschaftler verhindert Baricitinib, dass das Virus per Endozytose in Alveolarzellen gelangt ( „The Lancet“ ). Da die Plasmakonzentration von Baricitinib bei therapeutischer Dosierung (entweder 2 mg oder 4 mg einmal täglich) ausreiche, empfehlen die Wissenschaftler, sie bei Patienten mit akuter Atemwegserkrankung durch das neue Coronavirus zu testen.