Neuer Meningokokken-B-Impfstoff zeigt gute Immunogenität


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
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Seit diesem Sommer steht mit Trumenba zweiter Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B zur Verfügung. Eine jetzt im The New England Journal of Medicine veröffentlichte und vom Hersteller Pfizer finanzierte Studie bescheinigt dem neuen Impfstoff eine gute immunogene Wirksamkeit.

Über einen längeren Zeitraum war nur eine Impfung gegen den Serotypen C möglich. In Deutschland wird diese Impfung für Kinder im zweiten Lebensjahr empfohlen. Was den Serotyp B betrifft, bestand eine Impflücke, die mit dem vor vier Jahren Impfstoff Bexsero geschlossen wurde. Mit Trumenba steht jetzt ein zweites Präparat zur Verfügung.

Die Wirksamkeit wurde bislang in zwei randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studien getestet, zum einen an 3.600 Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren, zum anderen an 3.300 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25.

Bei den Jugendlichen erzielte man bereits mit der zweiten Impfung einen ausreichenden Antikörpertiter bei 56 bis 85 Prozent. Nach der dritten Impfung stieg dieser Anteil auf 79 bis 90 Prozent. Unter den Erwachsenen hatten nach zwei Impfungen 55 bis 86 Prozent einen ausreichenden Impfschutz und nach drei Impfungen 79 bis 90 Prozent. Nach der dritten Dosierung erreichten so 83 Prozent der Jugendlichen und 84 Prozent der Erwachsenen einen ausreichenden Impfschutz gegen alle vier primären Stämme.

Die Aussagekraft dieser Studie ist durch die Tatsache beschränkt, dass der Einfluss auf die Krankheitshäufigkeit derzeit noch kaum untersucht werden kann, da Meningokokken-Erkrankungen recht selten sind. Der epidemiologische Nutzen wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung aktuell nur Menschen mit Abwehrschwächen.