Neuer Biomarker aus MRT-Aufnahme gibt Aufschluss über Brustkrebsrisiko

  • Arasu VA & al.
  • J Clin Oncol
  • 09.01.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Ein Anstieg der Hintergrundanreicherung (BPE) in der MRT-Aufnahme gibt Aufschluss über das Risiko von invasivem Brustkrebs in der Zukunft.
  • Eine erhöhte BPE deutet auf eine Absorption des intravenös gespritzten Kontrastmittels auf Gadolinium-Basis und könnte für eine erhöhte, durch endogene Hormone regulierte Gewebe-Mikrovaskularität und/oder Permeabilität sprechen.
  • Der Zusammenhang zwischen der BPE und Brustkrebs besteht unabhängig von der Brustdichte, einem anerkannten Biomarker für Brustkrebsrisiko.

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie liefert weitere Evidenz dafür, dass eine erhöhte BPE bei Frauen, die sich einer Mamma-MRT unterziehen als Risikoprädiktor berücksichtigt werden sollte.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 4.247 Frauen ohne Brustkrebs aus dem Breast Cancer Surveillance Consortium.
  • Die BPE wurde von den Radiologen qualitativ gemäß den Kriterien des American College of Radiology ausgewertet.
  • Die BPE wurde als minimal, leicht, mittelschwer oder ausgeprägt eingestuft.
  • Finanzierung: NIH; PCORI; AHRQ.

Wesentliche Ergebnisse

  • 176 Frauen entwickelten im Verlauf von median 2,8 Jahren Nachbeobachtung Brustkrebs.
  • Eine leichte, mittelschwere oder ausgeprägte BPE (vs. einer minimalen BPE) waren mit einem nahezu dreifach höheren Risiko für invasiven Brustkrebs assoziiert (HR: 2,73; 95 %-KI: 1,66–4,49), nicht aber für Brustdrüsenkarzinom in situ.
  • Steigende BPE-Werte waren mit einem höheren Krebsrisiko assoziiert, was auf eine Dosis-Wirkungs-Kurve schließen lässt.
  • Eine niedrige Brustdichte, aber leichte, mittelschwere oder ausgeprägte BPE war mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko assoziiert (HR: 2,30; 95 %-KI: 1,19–4,46).

Einschränkungen

  • Schlussfolgerungen beruhen auf einer qualitativen Auswertung.
  • Beobachtungsstudie.