Neue US-Empfehlungen zur ambulanten parenteralen antimikrobiellen Therapie


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Bei allen Patienten, bei denen ambulant eine parenterale antimikrobielle Therapie (OPAT: outpatient parenteral antimicrobial therapy) begonnen wird, sollte zuvor ein Spezialist für Infektionskrankheiten die Therapie prüfen, zudem sollten die Patienten eng überwacht werden, so die aktualisierten OPAT-Empfehlungen der Infectious Diseases Society of America (IDSA). Darüber hinaus empfehlen die Autoren der in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" publizierten Leitlinien: 

  • Eine parenterale Vancomycin-Therapie sollte eng überwacht werden, um therapie-bedingte Nebenwirkungen zu erkennen.
  • Bei Patienten ohne bekannte Allergie auf Wirkstoffe der selben Antibiotika-Klasse kann die erste Dosis eines Iv-Antibiotikums zu Hause verabreicht werden - unter Supervision einer medizinisch qualifizierten Fachkraft mit dem erforderlichen Equipment für die Notfall-Therapie bei einer anaphylaktischen Reaktion.
  • Bei  Patienten, die nur maximal zwei Wochen ambulant mit einem Iv-Antibiotikum behandelt werden, kann ein so genannter Midline-Katheter statt zentralvenös liegender Katheter verwendet werden.

"Die Mehrheit der Patienten, bei denen eine OPAT vorgesehen ist, benötigen sie auch. Allerdings gibt es auch viele Patienten, bei denen eine orale Therapie genügen würde. Angesichts des weltweit wachsenden Problems des übermäßigen Einsatzes von Antibiotika und der zunehmenden Erreger-Resistenzen ist jede Gelegenheit, Antibiotika so wenig wie möglich einzusetzen, von enormer Bedeutung“, sagt die Infektiologin Dr. Anne H. Norris (Philadelphia). Dies sorge nicht nur für einen rationalen Einsatz von Antibiotika, sondern senke auch die Kosten und verbessere möglicherweise das Wohlbefinden der Patienten, so Anne Norris, die maßgeblich an den aktualisierten Empfehlungen beteiligt war.