Neue Leitlinien zur Überwachung mit bildgebenden Verfahren bei NSCLC und SCLC

  • Schneider BJ & al.
  • J Clin Oncol
  • 12.12.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Neue Leitlinien der American Society of Clinical Oncology bieten Empfehlungen zur Überwachung mit bildgebenden Verfahren und Biomarkern nach einer definitiven Therapie mit kurativer Absicht bei Patienten mit NSCLC und SCLC im Stadium I–III und ohne klinische Anzeichen für ein Rezidiv.

Warum das wichtig ist

  • Es gibt erhebliche Auseinandersetzungen unter Berufsverbänden und Klinikern über die bevorzugte Häufigkeit, Zeitplanung und Modalität für die Überwachung nach der Behandlung in dieser Patientenpopulation, und einige momentan angewandte Abläufe mit bildgebenden Verfahren beruhen möglicherweise nicht auf klinischen Nachweisen.

Wesentliche Empfehlungen

  • Patienten sollten sich während 2 Jahren alle 6 Monate und danach jährlich einem bildgebenden Verfahren zur Überwachung auf Rezidive unterziehen.
  • Eine Thorax-CT ist die bevorzugte Bildgebungsmodalität und schließt Aufnahmen der Nebennieren ein, vorzugsweise mit Kontrastmittel.
  • PET/CT-Aufnahmen mit Fluordesoxyglucose werden zur Überwachung nicht empfohlen.
  • Eine Überwachung mit bildgebenden Verfahren wird nicht für Patienten empfohlen, die sich für bildgebende Verfahren aus klinischen Gründen nicht eignen oder die sich gegen eine weitere Behandlung entschieden haben.
  • Patienten sollten aufgrund ihres Alters nicht aus der Überwachung mit bildgebenden Verfahren ausgeschlossen werden.
  • Zirkulierende Biomarker sind keine empfohlene Strategie zur Überwachung auf ein Rezidiv.
  • Eine MRT des Gehirns wird bei NSCLC im Stadium I–III zur Routineüberwachung nicht empfohlen, wird aber bei Patienten mit SCLC im Stadium I–III nach einer Behandlung mit kurativer Absicht während des ersten Jahres alle 3 Monate und während des zweiten Jahres alle 6 Monate empfohlen.