Neue Leitlinien zu Antikoagulation während eines kardiopulmonalen Bypasses


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Society of Thoracic Surgeons (STS), die Society of Cardiovascular Anesthesiologists (SCA) und die American Society of ExtraCorporeal Technology (AmSECT) haben neue Leitlinien zu Antikoagulation während eines kardiopulmonalen Bypasses (CPB) herausgebracht.

Obwohl ein CPB seit mehr als einem halben Jahrhundert als „sicher“ gilt, sind die Verfahrensweisen in diesem Bereich hoch variabel. Diese neuen Leitlinien wurden entwickelt, um zu helfen, die Lücke bei der Standardisierung zu schließen. 

Die Empfehlungen legen den Schwerpunkt auf drei Hauptbereiche: Heparin-Dosierung und Überwachung zur Einleitung und Erhaltung von CPB; Heparin-Kontraindikationen und Heparin-Alternativen; und Aufhebung der Antikoagulation während Herzoperationen. 

Zu den einzelnen Empfehlungen gehört, dass die Blutgerinnungszeit gemessen werden und eine angemessene Antikoagulation widerspiegeln sollte, bevor Heparin gegeben wird, sowie in regelmäßigen Zeitabständen während des CPB. Die Leitlinien besagen auch, dass die Antikoagulation mit Bivalirudin bei Patienten mit einer Diagnose von Heparin-induzierter Thrombsozytopenie, die einen dringenden CPB benötigen, eine vernünftige Option darstellt.

„Wir hoffen, dass diese Leitlinien Klinikern helfen werden, eine einheitliche und sichere Antikoagulation zu praktizieren, und dass es eine bessere Standardisierung bei den Verfahrensweisen geben wird“ sagte die leitende Autorin Dr. Linda Shore-Lesserson. „Chirurgen, Anästhesisten und Kardiotechniker können dadurch die wissenschaftliche Grundlage hinter den Verfahrensweisen, denen sie jeden Tag nachgehen, besser verstehen.“

Die Leitlinien wurden in The Annals of Thoracic Surgery veröffentlicht.