Neue internationale Leitlinie für die Diagnose von idiopathischer Lungenfibrose


  • Priscilla Lynch
  • Univadis Medical News
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Es wurde eine neue internationale Leitlinie für die Diagnose von idiopathischer Lungenfibrose (IPF) entwickelt.

Die klinische Praxisleitlinie 2018 ist ein Gemeinschaftsprojekt der American Thoracic Society, der European Respiratory Society, der Japanese Respiratory Society und der Latin American Thoracic Society und wurde im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht.

Zu den wichtigsten Aktualisierungen zählen vier diagnostische Kategorien basierend auf einer hochauflösenden Computertomographie (HRCT) der Lunge: gewöhnliche interstitielle Pneumonie (UIP), wahrscheinliche UIP, unbestimmt und alternativ.

Für Patienten mit neu entdeckter interstitieller Lungenerkrankung (ILD) mit einem HRCT-Muster, das mit einer wahrscheinlichen UIP übereinstimmt, oder solchen mit unbestimmtem oder alternativem Muster werden vorbehaltliche Empfehlungen für die Durchführung einer bronchoalveolären Lavage (BAL) und einer chirurgischen Lungenbiopsie (SLB) abgegeben. Wegen eines Mangels an Evidenz wurde keine Empfehlung für oder gegen die Durchführung einer transbronchialen Lungenbiopsie (TBBx) oder einer Lungen-Kryobiopsie (LC) erteilt.

Im Gegensatz dazu wird bei Patienten mit neu erkannter ILD, die ein mit einer UIP korrelierendes HRCT-Muster aufweisen, stark von der Durchführung einer SLB, TBBx und LC abgeraten, mit einer vorbehaltlichen Empfehlung gegen die Durchführung einer BAL.

Die Leitlinie rät von der Verwendung von Serum-Biomarkern für den alleinigen Zweck der Differenzierung zwischen IPF und anderen ILD dringend ab.