Neu diagnostiziertes multiples Myelom: Frühe Studien mit Oprozomib als Erstlinientherapie durch gastrointestinale Toxizität erschwert

  • Hari P & al.
  • Blood Cancer J
  • 16.08.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit einem neu diagnostizierten multiplen Myelom (NDMM) wies Oprozomib, ein Proteasom-Inhibitor der zweiten Generation, eine Anti-Myelom-Aktivität auf, aber die gastrointestinalen (GI) Toxizitäten und die Abbrüche waren hoch.
  • Eine neue Formulierung soll an Patienten mit rezidivierender/refraktärer Erkrankung untersucht werden.

Warum das wichtig ist

  • Die Verabreichung einer kontinuierlichen Dosis verbreitet sich bei einem NDMM, was die Notwendigkeit für praktische orale Behandlungsschemen erhöht.

Studiendesign

  • Studien der Phase Ib/II zur Untersuchung von Oprozomib an 28 erwachsenen Patienten mit NDMM, für die eine Transplantation infrage kommt:
    • Studie OPZ003: Oprozomib, Dexamethason plus Lenalidomid (ORd; 2 Dosierungspläne) oder Cyclophosphamid (OCyd; n = 21).
      • Medianes Alter der Patienten: 67 Jahre (Bereich: 54–79 Jahre).
    • Studie OPZ006: Oprozomib, Melphalan und Prednison (OMP; n = 7).
      • Medianes Alter der Patienten: 71 Jahre (Bereich: 66–84 Jahre).
  • Finanzierung: Onyx Pharmaceuticals, Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • In OPZ003:
    • Gesamtansprechrate (ORR) von 71,4 Prozent; 38 Prozent mit mindestens sehr gutem partiellem Ansprechen; zwei Patienten erreichten ein komplettes Ansprechen (CR).
    • Die Inzidenz der behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (TEAE) von mindestens Schweregrad 3 reichte in den Behandlungsarmen von 66,7 Prozent bis 100 Prozent.
    • 30,8 Prozent bzw. 40 Prozent der Patienten aus den beiden ORd-Armen brachen aufgrund von UE ab.
  • In OPZ006:
    • ORR von 42,9 Prozent; ein Patient erreichte ein CR.
    • 71,4 Prozent erlitten TEAE von mindestens Schweregrad 3.
    • 42,9 Prozent brachen aufgrund von UE ab.
  • GI-UE waren in allen Studien am häufigsten.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.