Neu diagnostizierte chronische lymphatische Leukämie: Strategie von fixer Behandlungsdauer mit Obinutuzumab + Ibrutinib kann vielen Chemotherapie ersparen

  • Michallet AS & al.
  • Lancet Haematol
  • 16.07.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit neu diagnostizierter chronischer lymphatischer Leukämie (ND CLL) führte eine Induktion mit Obinutuzumab + Ibrutinib, gefolgt von einer Behandlung mit einer auf der minimalen Resterkrankung (MRD) basierenden, festgesetzten Dauer zu einem beeindruckenden anhaltenden Ansprechen und ersparte vielen Patienten eine Chemotherapie.

Warum das wichtig ist

  • Fludarabin, Cyclophosphamid und Rituximab (FCR), die Standardversorgung für CLL in der Erstlinie, erreicht 33 %–68 % Komplettremission (CR), jedoch mit einer MRD-Negativität im Knochenmark (KM) von

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zu Obinutuzumab + Ibrutinib, gefolgt von einer MRD-basierten Behandlungsstrategie bei 133 Patienten mit ND CLL.
  • Alle Patienten erhielten 9 Monate lang 8 Infusionen mit 1.000 mg Obinutuzumab plus 420 mg orales Ibrutinib.
  • Patienten in CR mit einer MRD-Negativität (-4) im KM erhielten Ibrutinib für weitere 6 Monate; MRD-positive Responder erhielten 6 Monate Ibrutinib + Fludarabin, Cyclophosphamid und Obinutuzumab.
  • Medianes Patientenalter: 62 Jahre (Bereich: 52–66 Jahre).
  • Finanzierung: Roche and Janssen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach der Induktionstherapie:
    • 8 % erreichten eine CR mit MRD-Negativität im KM; 92 % erreichten eine CR oder teilweises Ansprechen (PR) ohne MRD-Negativität.
  • Nach einer MRD-basierten Behandlung:
    • erreichten 62 % (95 %-KI: 55 %–69 %) eine CR mit MRD-Negativität im KM und peripheren Blut.
  • 49 schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden beobachtet.

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.