NET des Pankreas: Choi-Kriterien übertreffen RECIST bei der Erfassung der Aktivität von Sunitinib

  • Br J Can
  • 09.09.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Choi-Bewertung übertraf die RECIST-Kriterien bei der Erfassung der Response auf Sunitinib bei der Behandlung neuroendokriner Tumoren des Pankreas (NETs) in der CRIPNET_GETNE1504-Studie.
  • Choi kombiniert Tumordichte und -größe und verwendet kleinere Grenzwerte.

Warum das wichtig ist

  • Der Effekt von Sunitinib auf einen Tumor erreicht oft nicht die Grenzwerte nach RECIST für partielle Response, was zu einer Unterbewertung der Tumorresponse und unangebrachtem Behandlungsstopp führen kann.

Studiendesign

  • Multizentrische, prospektive Studie (n=85).
  • Patienten unterzogen sich mindestens alle 6 Monate bis zur Tumorprogression einer Computertomografie, begleitend zur Erhebung sowohl der RECIST- als auch der Choi-Kriterien.
  • Finanzierung: Pfizer, S.A.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das vom Untersucher erhobene PFS betrug 14,5 Monate (95% KI 11,8-18,0).
  • Das durchschnittliche von RECIST vorausgesagte PFS war 11,42 Monate (95% KI 9,7-15,9). Das von Choi vorausgesagte PFS war 15,8 Monate (95% KI 13,9-25,7).
  • RECIST sagte in 49,6% der Fälle eine falsche Prognose voraus.
  • Choi ergab eine bessere Korrelation zwischen PFS und OS als RECIST (Kendall’s τ=0,722; Standardfehler [SE] 0,046 vs. Kendall’s τ=0,439; SE 0,068).
  • Die Verwendung der Choi-Kriterien erhöhte die partielle Responserate von 12,8% auf 47,4% und reduzierte die stabile Erkrankung von 56,4% auf 15,3%.
  • 24% der Patienten mit progressiver Erkrankung nach Choi wären nach RECIST als stabile Erkrankung klassifiziert worden, was die Prognose überschätzt hätte.

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl.