Neratinib für Brustkrebs: eine Metaanalyse von 23 Studien

  • Tao Z & al.
  • Clin Drug Investig
  • 28.10.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Neratinib, ein Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) des panhumanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (HER) wurde von der FDA im Jahr 2017 zur Reduzierung des Risikos für ein Rezidiv nach einem HER2+ Brustkrebs im Frühstadium zugelassen.
  • Über 23 prospektive Studien hinweg war das häufigste unerwünschte Ereignis (UE) Diarrhö, die mithilfe von prophylaktischem Loperamid gelindert werden kann.
  • Eine Monotherapie mit Neratinib ist vielversprechend. In Kombination mit anderen Therapien sorgt Neratinib jedoch für eine höhere Ansprechrate.

Warum das wichtig ist

  • Neratinib ist eine wichtige Behandlungsoption für HER2+ Brustkrebs.

Studiendesign

  • Systematische Auswertung der Sicherheit und Wirksamkeit (23 Studien; n = 4.896) und Metaanalyse von Sicherheitsergebnissen nach einer Literaturrecherche in PubMed, EMBASE und Web of Science.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Metaanalyse zur Sicherheit ergab, dass die häufigsten UE jeden Grads mit Neratinib als Monotherapie Diarrhö (83,9 %), Übelkeit (37,9 %) und Abdominalschmerz waren (28,4 %; p = 0,000 für alle).
    • Die häufigsten UE von Grad 3/4 waren Diarrhö (25,1 %; p = 0,000), Dyspnoe (5,6 %; p = 0,001), und auffällige Leberenzymwerte (4,2 %; p = 0,000).
  • Loperamid als Prophylaxe reduzierte signifikant die Häufigkeit von Diarrhö jeden Grads (61,3 % vs. 91,3 % ohne Loperamid; p = 0,116) und signifikant Diarrhö von Grad 3/4 (22,4 % vs. 28,0 %; p 
  • Eine Neratinib-Monotherapie lieferte vielversprechende Raten des objektiven Ansprechens und progressionsfreien Überlebens (PFS) bei HER2+ BC (4 Studien), aber weniger vielversprechende Raten bei HER2-mutiertem BC.
  • Neratinib in Kombination mit anderen Therapien wies bessere Ansprechraten auf als eine Neratinib-Monotherapie.

Einschränkungen

  • Die häufigsten berücksichtigten Studien waren einarmig.