Natriumspiegel mit kognitivem Abbau bei älteren Erwachsenen verknüpft


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Neue Forschung weist darauf hin, dass Hyponatriämie mit einem Abbau der kognitiven Funktion verknüpft sein könnte.

Forscher untersuchten Daten von 5.435 gemeindeansässigen Männern ab 65 Jahren, die an der Studie zu Osteoporosefrakturen bei Männern (MrOS) in den USA teilnahmen.

Sie stellten fest, dass Natriumspiegel im Bereich von 126–140 mmol/l mit prävalenter kognitiver Beeinträchtigung und kognitivem Abbau in Zusammenhang standen. Verglichen mit Männern mit einem Natriumspiegel im Bereich von 141–142 mmol/l war bei Männern mit einem Spiegel im Bereich von 126–140 mmol/l die Wahrscheinlichkeit einer kognitiven Beeinträchtigung zum Studienbeginn um 30 % und die des Auftretens eines kognitiven Abbaus im Lauf der Zeit um 37 % erhöht. Eine hohe Natriumkonzentration im Serum (143–153 mmol/l) stand ebenfalls mit prävalenter kognitiver Beeinträchtigung und kognitivem Abbau in Zusammenhang.

Die Ergebnisse werfen die Möglichkeit auf, dass eine Konzentration auf den Natriumspiegel helfen könnte, die Kognition mit zunehmendem Alter zu erhalten. „Geringfügig erniedrigte Natriumspiegel im Blut werden in der klinischen Praxis wahrscheinlich nicht bemerkt“, sagte die Autorin Dr. Kristen Nowak. „Da geringfügig erniedrigte Natriumspiegel wie auch leichte Veränderungen der kognitiven Funktion mit fortschreitendem Alter häufig vorkommen, ist es wichtig, weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema anzustellen, beispielsweise um zu untersuchen, ob eine Korrektur niedrigerer Natriumspiegel die kognitive Funktion beeinflusst.“

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Clinical Journal of the American Society of Nephrology (CJASN).