Nasopharynxkarzinom: IMRT mit verringertem Volumen ähnlich effektiv und weniger toxisch

  • Liu F & al.
  • BMC Cancer
  • 08.06.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) mit verringertem Volumen (RV) wird bei Patienten mit Nasopharynxkarzinom (NPC) mit ähnlichen Überlebensergebnissen, aber verringerten Toxizitäten assoziiert wie eine IMRT mit konventionellem Volumen (CV).

Warum das wichtig ist

  • Die Beschreibung des klinischen Zielvolumens, die großteils aus der Erfahrung mit der traditionellen Radiotherapie abgeleitet wurde, ist ggf. im Kontext der präzisen Bestrahlungstechnik nicht anwendbar.

Wesentliche Ergebnisse

  • IMRT mit CV und RV wurden mit ähnlichen Überlebensergebnissen nach 3 Jahren assoziiert (p > 0,05 für alle):
    • 88,9 % vs. 92,2 % für das OS
    • 84,4 % vs. 85,6 % für das PFS
    • 92,2 % vs. 90,0 % für das fernmetastasenfreie Überleben
    • 91,1 % vs. 93,3 % für das lokalrezidivfreie Überleben
    • 98,9 % vs. 98,9 % für das Überleben ohne ein regionäres Rezidiv
    • 91,1 % vs. 93,3 % für das Überleben ohne ein lokoregionäres Rezidiv
  • Höheres Alter wurde mit einem größeren Gesamtmortalitätsrisiko assoziiert (Risikoverhältnis: 2,408, p = 0,041).
  • IMRT mit RV wurde im Vergleich zur IMRT mit CV mit einem verringerten Risiko für späte Xerostomie (p = 0,039) und einen Gehörverlust (p = 0,008) assoziiert.

Studiendesign

  • 180 aufeinander abgestimmte Patienten mit nicht metastasierendem NPC (90 hatten eine IMRT mit CV erhalten und 90 eine IMRT mit RV) wurden hinsichtlich der Überlebens- und Rezidivergebnisse analysiert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.