NACT sicher und machbar bei Magenkarzinom vom großen Typ III und Typ IV

  • Terashima M & al.
  • Gastric Cancer
  • 02.03.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Magenkarzinom von großem Typ III oder Typ IV war die Zugabe einer neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) mit S-1+Cisplatin mit einer kürzeren Operationszeit, weniger häufigem Bedarf für eine Reoperation und weniger postoperativer Morbidität assoziiert, wenn sich Patienten einer D2-Gastrektomie und einer postoperativen adjuvanten Chemotherapie unterzogen.

Warum das wichtig ist

  • Eine Gastrektomie mit einer D2-Lymphknotendissektion ist ein globaler Standard in diesem Setting.

Studiendesign

  • Kurzfristige Ergebnisse einer Phase-III-Studie zum Vergleich einer radikalen (D2) Gastrektomie, gefolgt von einer postoperativen, adjuvanten Chemotherapie mit (n = 151) oder ohne (n = 149) NACT mit S-1+Cisplatin bei Patienten mit Magenkarzinom vom Typ IV/großen Typ III.
  • Medianes Alter der Patienten:
    • NACT: 64 Jahre (Spanne: 30–75).
    • Kontrollpatienten: 62 Jahre (Spanne: 28–75).
  • Finanzierung: National Cancer Center Research and Development, Ministry of Health, Labour, and Welfare of Japan.

Wesentliche Ergebnisse

  • Rate der NACT-Durchführung: 88 %.
  • 92 % Patienten der NACT- und 99 % der Kontrollgruppe unterzogen sich einer Gastrektomie.
  • Mediane Operationsdauer: 255 Minuten (Spanne: 90–477) bei Kontrollpatienten vs. 240 Minuten (Spanne: 50–547) in der NACT-Gruppe (p = 0,024).
  • 10,9 % der Kontrollpatienten und 6,5 % of NACT-Patienten erlitten postoperative Morbiditäten von Grad ≥ 3 (p = 0,213).
  • 4,1 % der Kontrollpatienten und 0,7 % der NACT-Patienten benötigen eine Reoperation (p = 0,0121).

Einschränkungen

  • Japanische Patientenpopulation. Die Ergebnisse lassen sich womöglich nicht auf andere Untergruppen übertragen.