Myelodysplastische Syndrome mit intermediärem/hohen Risiko: positive Phase-II-Daten für Guadecitabin

  • Garcia-Manero G, et al.
  • Lancet Haematol
  • 03.05.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Guadecitabin, 60 mg/m2, wurde von Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS) mit mittlerem/hohem Risiko gut vertragen und sorgte für ein unerwartet hohes Ansprechen bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer (r./r.) Krankheit.

Warum das wichtig ist

  • Guadecitabin, ein hypomethylierender Wirkstoff (HMA) der nächsten Generation, setzt nach subkutaner Verabreichung Decitabin als aktiven Metaboliten frei.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zur Untersuchung von Guadecitabin bei 105 erwachsenen Patienten deren MDS mit einem Risiko laut International Prognostic Scoring System (IPSS) von intermediär-1 oder -2 oder hoch eingestuft wurde.
  • Die Patienten wurden per Zufallsverfahren dem Erhalt von subkutan verabreichtem Guadecitabin, 60 mg/m2 (n = 55) oder 90 mg/m2 (n = 50), zugewiesen.
  • 51 Patienten waren HMA-naiv; 54 hatten eine rezidivierte/refraktäre Erkrankung.
  • Finanzierung: Astex Pharmaceuticals; Stand Up To Cancer.

Wesentliche Ergebnisse

  • 40 % (95 %-KI: 26,5 %–54,0 %) Gesamtansprechen mit Guadecitabin, 60 mg/m2, und 55 % (95 %-KI: 40,2 %–69,3 %) mit Guadecitabin, 90 mg/m2.
  • 51 % (95 %-KI: 36,3 %–65,6 %) Gesamtansprechen bei behandlungsnaiven Patienten und 43 % (95 %-KI: 29,8 %–57,7 %) bei Patienten mit r./r. Krankheit.
  • 11 % Komplettansprechen (CR) mit Guadecitabin, 60 mg/m2, und 14 % mit Guadecitabin, 90 mg/m2.
  • Die am häufigsten auftretenden schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (UE) in Bezug auf die Behandlung waren febrile Neutropenie (11 %), Pneumonie (7 %), Anämie (3 %) und Thrombozytopenie (3 %).
  • Guadecitabin, 90 mg/m2, war mit einer höheren Inzidenz von UE von Grad ≥ 3 assoziiert.  

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.