MVZ finden kein Personal

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Berlin (pag) – Der Fachkräftemangel in der ambulanten Versorgung geht auch an den 4.200 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nicht spurlos vorbei. Sie haben zunehmend Probleme, qualifiziertes ärztliches und nichtärztliches Personal zu finden.

Zwei Drittel der MVZ schätzten die Verfügbarkeit von nichtärztlichem medizinischen Personal als schlecht bis sehr schlecht ein. In ländlichen Regionen sind es sogar drei Viertel, wie aus einer Befragung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) unter 214 MVZ hervorgeht. Kaum anders sieht es demnach beim ärztlichen Personal aus: Mehr als 60 Prozent der Einrichtungen schätzen die Verfügbarkeit als schlecht bis sehr schlecht ein, in ländlichen Regionen sind es sogar 90 Prozent. Knapp ein Drittel der befragten MVZ wies 2019 Nachbesetzungsprobleme bei ärztlichem Personal auf, am häufigsten im Fachgebiet der Allgemeinen Chirurgie.

Ein weiterer Schwerpunkt der Befragung lag auf der wirtschaftlichen Gesamtsituation. Drei Viertel der Einrichtungen bewerten ihre Gesamtsituation 2019 als eher gut beziehungsweise gut. Bei vertragsarztgetragenen MVZ ist die Quote mit 86 Prozent deutlich höher als bei krankenhausgetragenen Einrichtungen mit 64 Prozent.

Weitere Erkenntnisse: Selektivverträge zu strukturierten Behandlungsprogrammen haben 44 Prozent der teilnehmenden MVZ im Berichtsjahr 2019 abgeschlossen. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 56 Prozent. An zweiter Stelle folgt mit 23 Prozent die hausarztzentrierte Versorgung. Verträge zur ambulanten spezialfach-ärztlichen Versorgung sowie zur integrierten Versorgung wurden jeweils von 14 Prozent der Einrichtungen abgeschlossen.

Zum Jahresbericht MVZ-Panel 2021 des Zi