Multiples Myelom: verbessertes PFS bei Response-adaptierter Therapie

  • Lancet Haematol
  • 14.10.2019

  • von Craig Hicks
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (MM) und nach suboptimaler Response auf immunmodulatorische Wirkstoffe in First-Line verbessert der Wechsel zu einer Proteasomen-Inhibitor-basierten Kombinationstherapie signifikant das PFS.

Warum das wichtig ist

  • Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass während der Initialtherapie Chemotherapiewirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen in Kombination verwendet werden sollten, wenn sie verfügbar und verträglich sind; anderenfalls sollten die Wirkstoffklassen nach suboptimaler Response auf die Initialbehandlung rasch gewechselt werden mit dem Ziel der Responseverbesserung, um das PFS zu verlängern.
  • Siehe dazugehörigen Kommentar: Front-Line-Therapie beim Multiplen Myelom: schneller Start für ein langes Spiel.

Studiendesign

  • In dieser Phase 3-Studie wurden die Effekte einer Therapieintensivierung bei neu diagnostiziertem MM mit Cyclophosphamid, Bortezomib und Dexamethason (CVD) nach partieller oder minimaler Response auf First-Line-Kombinationen von Cyclophosphamid, Lenalidomid oder Thalidomid  und Dexamethason untersucht.
  • Die Patienten wurden randomisiert entweder CVD (n=289) oder keiner Behandlung (n=294) zugeteilt.
  • Finanzierung: Cancer Research UK; Celgene; Amgen; MSD; Myeloma UK.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres PFS unter CVD war 30 Monate, ohne CVD 20 Monate (HR 0,60; 95% KI 0,48-0,75; p
  • Das 3-Jahres-OS unter CVD betrug 77,3%, ohne CVD 78,5% (HR 0,98; 95% KI 0,67-1,43; p=0,93).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen unter CVD waren Neutropenie (7%), Thrombozytopenie (7%) und Anämie (3%), es traten keine behandlungsbedingten Todesfälle auf.

Einschränkungen

  • Open-Label-Studie.