Multiples Myelom: Ergebnisse aus der Praxis mit Einleitung von Lenalidomid, Bortezomib und Dexamethason als Erstlinientherapie und Konsolidierung nach autologer Stammzelltransplantation

  • Arcani R & al.
  • Eur J Haematol
  • 18.07.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit einem multiplen Myelom (MM) führte eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) nach der Einleitung von Lenalidomid, Bortezomib und Dexamethason (RVD) als Erstlinientherapie zu Ergebnissen, die mit Beobachtungen aus klinischen Studien übereinstimmten.
  • RVD war gut verträglich, was die Anwendbarkeit bei Patienten bekräftigt, die für eine Transplantation nicht geeignet sind.

Warum das wichtig ist

  • Hier werden möglicherweise zum ersten Mal Daten aus der Praxis zu diesem Behandlungsschema veröffentlicht.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung von ASZT nach der Einleitung von RVD als Erstlinientherapie bei 40 MM-Patienten aus der Praxis.
  • Die Behandlung bestand aus der Einleitung von RVD, der Konditionierung mit hoch dosiertem Melphalan (HDM), der Konsolidierung mit RVD und einer anschließenden Erhaltungstherapie mit Lenalidomid.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ansprechen nach Behandlungsphase:
    • Nach Induktion: stringentes komplettes Ansprechen (sCR): 0 %; komplettes Ansprechen (CR): 22,5 %; sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR): 52,5 %; partielles Ansprechen (PR): 25 %.
    • Nach ASZT: sCR: 2,5 %; CR: 30 %; VGPR: 62,5 %; PR: 5 %.
    • Nach Konsolidierung: sCR: 22,5 %; CR: 27,5 %; VGPR: 42,5 %; PR: 7,5 %.
  • Mittleres progressionsfreies Überleben (PFS) von 45 Monaten (Bereich: 10–75 Monate); mittleres Gesamtüberleben (OS) von 76 Monaten (Bereich: 14–86 Monate).
  • 22,5 Prozent der Patienten erlitten zu irgendeinem Zeitpunkt ein unerwünschtes Ereignis von Grad ≥ 3.
  • Die Abwesenheit einer minimalen Resterkrankung (MRD) war der einzige Faktor, der mit signifikant verbessertem PFS assoziiert war (p = 0,008).

Einschränkungen

  • Einarmige retrospektive Studie.