Multiparametrische MRT beugt bei über 50 % der Patienten einer Prostatabiopsie vor

  • Venderink W & al.
  • BJU Int
  • 25.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine multiparametrische MRT (mpMRT) vermeidet bei mehr als 50 % der Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs eine Biopsie; 94,1 % davon hatten 6 Jahre später keine Krebsdiagnose.

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der mpMRT in diagnostischen Untersuchungen im klinischen Umfeld.
  • Es liegen nur begrenzt Daten zur Nachbeobachtung von Patienten mit negativen mpMRT-Scans vor.

Studiendesign

  • Die Studie umfasste 4.259 Patienten (medianes Alter: 65 Jahre) mit klinischem Verdacht auf Prostatakrebs, die zwischen 2012 und 2017 eine erste Prostata-mpMRT erhalten hatten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 53,6 % der Patienten hatten eine negative mpMRT (≤ 2 Läsionen laut Prostate Imaging Reporting And Data System [PI‐RADS]).
  • Bei Patienten mit negativem mpMRT lag das krankheitsfreie Überleben in Bezug auf Krebs nach 3 Jahren bei 99,6 % und nach 6 Jahren bei 94,1 %.
  • Bei Patienten mit einem PI-RADS von 3, 4 und 5 wurde bei 15,8 %, 43,2 % bzw. 74,5 % der Patienten in der unmittelbar im Anschluss erstellten Biopsie eine klinisch signifikante Krebserkrankung festgestellt.
  • Von 320 Patienten mit einem PI-RADS von ≤ 2 wurden 10,6 % der Nachbeobachtungs-mpMRT (nach median 57 Monaten) als PI-RADS 4/5 eingestuft.
  • Bei 108 Patienten mit einem PI-RADS von 3, die sich nach median 41 Monaten einer mpMRT unterzogen, wurden 11,1 % der mpMRT-Aufnahmen als PI-RADS 4/5 eingestuft.
  • Das Alter war ein Prädiktor für eine klinisch signifikante Krebserkrankung während der Nachbeobachtung (p 

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.