MSF verweigern Unterzeichnung des Verhaltenskodex für das Mittelmeer


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Ärzte ohne Grenzen (MSF) haben bestätigt, sie werden ihre Such- und Rettungstätigkeiten im Mittelmeer unter der Koordinierung des Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Rom weiter betreiben, obwohl sie sich entschieden, einen neuen italienischen Verhaltenskodex für Nichtregierungsorganisationen (NGO), die Rettungsschiffe in der Region betreiben, nicht zu unterschreiben.

Die Organisation ist eine von fünf Hilfsgruppen, die den neuen Kodex nicht unterzeichneten, so die italienischen Behörden. Deutschlands Sea-Watch, Sea-Eye und Jugend Rettet sowie Frankreichs SOS Mediterranee sahen von der Unterzeichnung ab, während drei Gruppen die neuen Regeln befürworteten, nämlich Save the Children, Maltas Migrant Offshore Aid Station (MOAS) und die spanische Gruppe Proactiva Open Arms.

In einer Stellungnahme sagten die MSF, sie seien besonders besorgt über Vorschläge, die besagen, dass bei Rettungsoperationen beteiligte Seefahrzeuge Überlebende im Regelfall an einem sicheren Platz aussteigen lassen müssen, statt sie auf andere Schiffe zu befördern, und sagen, diese „stellen unnötige Begrenzungen der uns heute verfügbaren Mittel dar“. Sie äußerten auch Bedenken über die Präsenz von bewaffneten Polizisten an Bord und die Verpflichtung von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, eine Beweissicherung durchzuführen, die, wie sie sagen, einen Verstoß gegen die fundamentalen humanitären Grundsätze von Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilichkeit darstellen.