Modifizierte Wespengift-Peptide erweisen sich als vielversprechender neuer antimikrobieller Wirkstoff


  • Priscilla Lynch
  • Medical News
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Modifizierte antimikrobielle Peptide der südamerikanischen Wespe Polybia paulista haben ihr Potenzial als effektive neue antibakterielle Substanzen gezeigt.

In einer neuen Studie, publiziert in „Communications Biology“ , konnte eine Version eines modifizierten Peptides den gramnegativen pathogenen Erreger Pseudomonas aeruginosa in Maus-Modellen eliminieren.

Nachdem sie systematisch Struktur und Funktion der modifizierten Peptide analysiert hatten, machten sich die Forscher eine an den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Peptide ausgerichtete Design-Strategie zunutze, um spezifische funktionelle Hotspots in den toxischen Peptiden zu identifizieren und diese in einen nicht-toxischen antimikrobiellen Wirkstoff umzufunktionieren.

Mehrere der modifizierten Wespen-Peptide waren bei P. aeruginosa-Infektionen von Mäusen effektiv, ein Peptid konnte den Erreger - eine hohe Dosierung vorausgesetzt - sogar komplett eliminieren. „In vier Tagen kann dieser Wirkstoff die Infektion vollständig beseitigen; das war reichlich überraschend und aufregend, denn so etwas haben wir mit anderen antimikrobiellen Wirkstoffen oder Antibiotika nicht beobachtet, die wir in den Vergangenheit bei diesem Maus-Modell geprüft haben“, so Studienautor Cesar de la Fuente-Nunez.

Die Forscher entwickeln nun weitere Peptid-Varianten, die bereits in geringer Dosierung Infektionserreger eliminieren können. Sie gehen davon aus, dass die Prinzipien und Methoden ihrer Studie auch bei anderen natürlich vorkommenden antimikrobiellen Peptiden angewendet werden könnten.